Das neue Jahr beginnt so schwankungsreich, wie das alte geendet hat, sagt Stefan Keitel, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Deka Investment. Zwar konnten die Anleihemärkte in den ersten Handelswochen deutliche Kurszuwächse verbuchen. Jedoch blieben die Renditen von Staatsanleihen weitgehend unverändert. Auch die Politik mischt die Märkte derzeit wieder in ganz ähnlicher Manier auf wie im Jahr 2018: Der Regierungs-Shutdown in den USA sowie der Beginn der heißen Brexit-Phase in Europa bestimmen erneut die Stimmung unter Investoren.

"Bevor die Aktien- und Rentenmärkte wieder nachhaltig konstruktive Trends einschlagen, müssen einfach einige Themen abgearbeitet sein", sagt Keitel. So sollte im Brexit-Drama eine eindeutige Richtung erkennbar sein. Außerdem müsste sich die Konjunktur stabilisieren, um die Rezessionsängste der Anleger zu besänftigen. Und schließlich müssten die Unternehmen Entwarnung geben und erklären, dass sie die Handelsquerelen zwischen den USA und China gut verkraftet haben.

Expansion dürfte sich fortsetzen
Für das laufende Jahr geht das Deka-Investmentteam davon aus, dass das moderate Wachstumsumfeld erhalten bleibt. Allerdings dürfte das Konjunkturplus in den kommenden Monaten in fast allen Länder niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr.

Derzeit sind die Stimmungsindikatoren noch rückläufig. Viele Analysten korrigieren ihre Konjunkturprognosen nach unten, auch zahlreiche Unternehmen revidieren ihre Gewinnerwartungen. Die negative Grundstimmung dürften nach Einschätzung von Deka Investment aber bald ein Ende finden. Dann dürfte sich die Expansion an den Märkten weiter fortsetzen – auch wenn die Schwankungen Anlegern noch eine Zeit lang erhalten bleiben. (fp)