Deutsche Verbraucher sind ziemlich selbstbewusst, wenn es um ihre Finanzen geht. Eine Studie der Direktbank ING kommt zu dem Ergebnis, dass ein Drittel der Deutschen voll und ganz davon überzeugt ist, gut mit Geld umgehen zu können. Kein anderes Land in Europa zeigt sich laut der Studie so selbstsicher. Tatsächlich halten die Deutschen ihr Geld gut zusammen. Der Anteil, dem regelmäßig zwischen Gehaltsterminen das Geld ausgeht, gehört mit sieben Prozent zu den niedrigsten, der Anteil, dem das nie passiert, mit 34 Prozent zu den höchsten der Umfrage, schreiben die Experten der ING. 

Zustimmung zur Aussage "Ich kann gut mit Geld umgehen"

Was allerdings nicht so richtig ins Bild passt: Der Anteil der Haushalte ohne Ersparnisse ist laut Beobachtungen der ING weiterhin relativ hoch. Hinzu kommt, dass die Deutschen zwar in der Regel eine hohe Sparquote aufweisen, vor der Geldanlage in Wertpapiere aber immer noch zurückscheuen. Nichtsdestotrotz sind laut der Studie 52 Prozent der Ansicht, sich üblicherweise in einer komfortablen finanziellen Lage zu befinden. Die Mehrheit der Umfrageländer liegt hier unter 50 Prozent. 80 Prozent sehen sich als "maßgebliche Person bei finanziellen Entscheidungen in ihrem Haushalt". Mit der Art und Weise wie diese Entscheidungen getroffen werden sind immerhin 52 Prozent der Deutschen zufrieden. 

Verstaubte Rollenbilder
In der Studie fällt auf, dass in Deutschland bei den Finanzentscheidungen noch nicht ganz in der Moderne angekommen sind. So sind es vor allem Männer, die das letzte Wort haben, wenn es um den Kauf eines neuen Autos oder Reparaturkosten geht. Frauen entscheiden laut Studie dagegen vor allem über Ausgaben für den Einkauf. (fp)