Die beiden Tanker DS Power und DS Performer der insolventen Dr. Peters-Beteiligung DS-Fonds Nr. 111 sind wie erwartet kurz vor dem Heiligen Abend versteigert worden, nachdem die Banken im Herbst deren unmittelbare Insolvenz erzwungen hatten. Jetzt versucht der Initiator, die beiden Schiffe zurückzuholen. Daran beteiligen sollen sich die Altanleger. "Denn der Erwerber beabsichtigt nicht, die Schiffe dauerhaft zu behalten, sondern ist daran interessiert, einen Verkauf vorzunehmen", heißt es bei Dr. Peters. Sowohl die Anleger als auch der Bankpartner – dem Vernehmen nach die Commerzbank – hätten die Bereitschaft signalisiert, ein neues Fortführungskonzept mitzutragen. 

Dr. Peters hat im vergangenen Oktober die Insolvenz der beiden Tanker angemeldet (FONDS professionell berichtete). Die Investoren wurden am 14. Dezember 2011 auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung über das Fortführungskonzept informiert. Sie sollen nun die beiden Aframax-Tanker für zusammen 32 Millionen US-Dollar erwerben, finanziert mit 12 Millionen US-Dollar Eigenkapital. "Die Anleger haben einhellig signalisiert, an der Kapitalerhöhung aktiv teilzunehmen", gibt sich der Initiator optimistisch. Die Bank stehe dem Fortführungskonzept ebenfalls positiv gegenüber und habe eine Fremdfinanzierung über 25,6 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. 
 
Die Tanker sollen in der neuen Gesellschaft sieben Jahre beschäftigt und anschließend verkauft werden. Der kalkulierte Rückfluss auf das Neukapital beläuft sich auf 265 Prozent nach Steuern. Die neue Einlage in Höhe von 12 Millionen US-Dollar entspricht 27 Prozent des ursprünglichen Eigenkapitals. Gemäß Leistungsbilanz 2010 haben die Anleger der verschiedenen Tranchen zwischen zwölf und 24,6 Prozent Auszahlungen erhalten. (ae)