Universal-Investment und der Fondsinitiator Concord Investment Solutions haben zusammen den Mischfonds Concord low eVaR Global lanciert, dessen Auflegung bereits im Februar angekündigt wurde. Anleger können damit zum ersten Mal auf Basis eines Modells in Aktien und Renten investieren, das sich bei der Extremwerttheorie (Extreme-Value-Theory oder eVaR) bedient. Dies teilten die beiden in Frankfurt ansässigen Gesellschaften in einer Pressemitteilung mit.

Der erste und bislang einzige Fonds von Concord Investment Solutions möchte eine Lösung dafür bieten, dass Renditen aktuell hauptsächlich mit Aktien zu erzielen seien. Hier stellten aber Drawdowns ein großes Problem dar, wie Concord-Geschäftsführer Rainer Ottemann FONDS professionell ONLINE breits im Februar erläuterte. Der Fonds nutze daher ein von dem im norddeutschen Buxtehude ansässigen Risikomanagement-Provider RC Banken Gruppe entwickeltes quantitatives Verfahren zur Berechnung extremer Risiken an den Finanzmärkten.

"Aufbauende Marktrisiken frühzeitig erkennen"
Im Detail legt das Management des Concord low eVaR Global im Anlageprozess zunächst anhand des vom Modell errechneten globalen eVaR-Wertes die Aufteilung auf Aktien und Renten bzw. Cash fest. Für den Aktienanteil werden aus dem globalen Aktienuniversum dann etwa 5.000 hochliquide Aktien beobachtet. Diese werden auf ihre Anfälligkeit für Extremrisiken untersucht und die 50 Aktien mit dem niedrigsten eVaR-Wert gleichgewichtet ins Pdaortfolio genommen.

Alle drei Monate erfolge ein Rebalancing, sofern das tägliche Monitoring keine Reduzierung der Aktienquote um mehr als fünf Prozent erforderlich macht. Diese Aufteilung auf Aktien und Renten/Cash erfolgt mit einem Risikobudget, das einem eVaR-Wert von vier Prozent entspricht. Der Aktienanteil darf nur so hoch sein, dass insgesamt dieses Risikobudget nicht überschritten wird.


"Dieser Investmentansatz ermöglicht es, im Gegensatz zur marktüblichen Betrachtung, sich aufbauende Marktrisiken frühzeitig zu erkennen“, sagte Ottemann, früherer Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Max.xs. Er gesteht aber ein, dass man mit dem eVaR-Verfahren weder den genauen Zeitpunkt noch die genaue Stärke eines Börsenbebens vorhersagen kann. "Aber wir wollen verhindern, dass wir im Epizentrum des Bebens stehen und die stärksten Erschütterungen und Schäden mitbekommen", fügte er an. (jb)

Die Daten zum Concord low eVaR Global im Überblick: