Nachhaltige Anlagestrategien konnten zwischen 2011 und 2013 zweistellige Wachstumsraten verzeichnen und sind damit schneller gewachsen als der gesamte europäische Investmentmarkt. Die Wachstumsraten reichen von plus 22,6 Prozent (nachhaltige Themenfonds) bis plus 132 Prozent (Impact Investment). Dem steht ein geschätztes Plus von 21,7 Prozent im europäischen Gesamtmarkt gegenüber. Das geht aus der sechsten Studie zu nachhaltigen Geldanlagen des Europäischen Dachverbands für Nachhaltige Geldanlagen (EUROSIF) hervor.

Die Studie liefert neue und detaillierte Einblicke in die Bereiche Ausschlusskriterien, Impact Investment und Berücksichtigung von ESG-Kriterien. Assets, die Ausschlusskriterien unterliegen, sind demnach zwischen 2011 und 2013 um 91 Prozent gewachsen und decken geschätzte 41 Prozent (6,9 Billionen Euro) der professionell gemanagten Assets in Europa ab. Ausschlüsse decken mehr Assets ab als jede andere nachhaltige Anlagestrategie und werden europaweit am durchgängigsten angewendet. Freiwillige Ausschlüsse von Streumunition und Anti-Personen-Minen sind dabei am gebräuchlichsten. Sie umfassen zirka 30 Prozent (5 Billionen Euro) des europäischen Investmentmarkts.

Turbo-Wachstum bei Impact Investments
Impact Investment ist laut EUROSIF-Studie die am schnellsten wachsende Anlagestrategie in Europa. Sie verzeichnete im Beobachtungszeitraum ein Plus von 132 Prozent. Der entsprechende Markt ist auf geschätzte 20 Milliarden Euro angewachsen. Zusammen repräsentieren die Niederlande und die Schweiz geschätzte zwei Drittel der europäischen Assets, gefolgt von Italien, dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Mikrofinanzierung umfasst etwa 50 Prozent der europäischen Impact Investment-Assets.

Die Studie gibt auch Aufschluss darüber, wie die Integration nicht-finanzieller Faktoren (ESG-Kriterien) in Investmententscheidungen umgesetzt wird. Zusammen genommen sind alle Formen der Integration von ESG-Kriterien seit 2011 um 65 Prozent gewachsen, was dies zu einer der am schnellsten wachsenden Anlagestrategien macht. Fast 40 Prozent dieser Assets unterliegen Investmentprozessen, bei denen nicht-finanzielle Kriterien Berücksichtigung finden. Die restlichen Assets betreffen Sachlagen, in denen Mainstream-Analysten Hintergrundinformationen zu nicht-finanziellen Kriterien zugänglich gemacht werden. (mb)