Die großen Filialbanken vertreiben nicht nur hauseigene Fonds, sondern auch Produkte Dritter. Daher beschäftigen die Geldhäuser eigens Research-Teams, die das große Fondsuniversum nach den Top-Managern von morgen durchkämmen. Die meisten Institute behalten die Ratings ihren Kunden vor – genauso, wie sie natürlich die Konditionen lieber für sich behalten, die sie mit den Anbietern ausgehandelt haben.

Eine Ausnahme ist die Commerzbank: Die Frankfurter veröffentlichen die gesamten Urteile ihrer Fondsanalysten auf ihrer Internetseite – auch die mit negativer Bewertung.

Die Experten klopfen die Manager nach quantitativen Kriterien wie vergangener Rendite oder Risikokennziffern ab und treffen daraus eine Vorauswahl. Dann nehmen sie in einer qualitativen Prüfung die Herangehensweise und den gesamten Investmentprozess der Manager unter die Lupe. Die Analysten der Commerzbank lassen zum Schluss noch die aktuelle Kapitalmarktsicht des Hauses in die Bewertung einfließen.

Viele der mit einem "Verkaufen"-Votum versehenen Portfolios sind offene Immobilienfonds in Abwicklung sowie Geldmarktprodukte. Auch börsengehandelte Indexfonds (ETFs) bewerten die Experten der Commerzbank. Hier spielt aber die Markteinschätzung die größte Rolle. Für einen Markt raten die Experten gar generell zu ETFs, da kein aktiver Manager dort eine Mehrrendite erbringen könne. Doch auch einige einzelne aktive Manager fingen sich aufgrund schwacher Leistungen Negativ-Urteile ein – darunter bekannte Branchen-Größen.

Beispiele aus dem Bereich Aktien-, Renten- und Mischfonds finden sich oben – klicken Sie durch die Chartgalerie!


Den vollständigen Artikel "Jagd auf Outperformer" mit einer Übersicht über Empfehlungen der Banken finden Sie in der neuen Heftausgabe 4/2016 von FONDS professionell, die Ende November erscheint.