Wegen der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Krisen rund um den Globus hat der Fondsanbieter Ethenea die Aktienquote vieler Fonds deutlich reduziert. Die Aktienquote des Flaggschifffonds Ethna-Aktiv E lag Ende August bei 19,7 Prozent. Manager Luca Pesarini hat vor allem frühzyklische Bank-Titel verkauft. "Das Umfeld für Finanzinstitute wird in den nächsten Monaten schwierig bleiben", heißt es von Ethenea. Die gute Entwicklung bei Technologieaktien nutzte Pesarini, um Gewinne mitzunehmen. Zukäufe tätigte er bei Öl-, Telekom- und Pharmatiteln, weil sich die Sektoren relativ konjunkturunabhängig entwickeln.

Auch auf der Rentenseite reagierte der Star-Manager auf die schwierige geopolitische Lage, um die Volatilität und die Risiken für das Gesamtportfolio zu senken. Er erhöhte den Bestand an Anleihen mit AAA-Rating weiter und reduzierte zudem aus taktischen Gründen die Duration. Nach der Rede von EZB-Präsident Mario Draghi in Jackson Hole seien die Märkte im Hinblick auf eventuelle Anleihekäufe der Notenbank zu optimistisch gewesen, heißt es von dem Fondsanbieter.

Gewinne auf der Währungsseite
Auf der Währungsseite reduzierte Ethenea bei mehreren Fonds den Anteil an norwegischen Kronen und australischem Dollar. Beide Währungen hatten sich zuletzt dank starker makroökonomischer Daten gegenüber dem Euro sehr gut entwickelt, sodass der Fondsanbieter sich dazu entschloss, Gewinne mitzunehmen. (mb)