Im Herbst vergangenen Jahres hat die Regierung einen Gesetzentwurf für eine Novelle des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) vorgelegt, mit der die europäische Solvency II Richtlinie in nationales Gesetz umgesetzt werden soll. Der Münchner Rechtsanwalt Dr. Johannes Fiala macht – zusammen mit dem Aktuar Peter A. Schramm – in einem Beitrag auf den Paragrafen 32 der VAG-Novelle aufmerksam, der für Makler weitreichende Folgen haben könnte.

Wie Fiala und Schramm ausführen, plant der Gesetzgeber ein verpflichtendes Überprüfungs- und Einsichtsrecht der Versicherungsunternehmen bei ihren Dienstleistern hinsichtlich aller outgesourcten Dienstleistungen einzuführen. Bereits seit einiger Zeit versuchen die Versicherer aufgrund der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) mit Zusatzvereinbarungen solche Zugriffsrechte zu erwerben, mit denen Makler de facto gebundenen Vermittler gleich gestellt werden. Nach Ansicht der beiden Experten geht die VAG-Novelle aber einen Schritt weiter, denn sie zeige, dass der Gesetzgeber offensichtlich plant, den Status der Makler als Treuhänder des Kunden einer Revision zu unterziehen. (jb)

Den Originalbeitrag finden Sie bitte in dem angehängten Word-Dokument.