Investoren haben in den vergangenen Monaten der billionenschweren Hedgefonds-Branche vielfach den Rücken zugewandt. Allein im vierten Quartal zogen sie weltweit Mittel in Höhe von 22,5 Milliarden US-Dollar ab, zeigen aktuelle Daten des Finanzdatenanbieters Hedge Funds Research (HFR), über die das "Handelsblatt" berichtet. Insgesamt summiert sich das abgezogene Kapital im Jahr 2018 auf 34 Milliarden Dollar. Das ist der stärkste Rückgang seit zwei Jahren.


Nicht alle Portfolios enttäuschten ihre Geldgeber. Welche Performance die diversen Hedgefonds mit ihren unterschiedlichen Strategien im Vorjahr erzielten, finden Sie in unserer Fotostrecke oben heraus.


Der Kapitalabzug ist eine Reaktion auf die mitunter massiven Verluste, die das Gros der Branche in den vergangenen Monaten verkraften musste, sagt Kenneth Heinz, Präsident von HFR. Mit einem strategieübergreifenden Minus von im Schnitt 4,5 Prozent war das Jahr 2018 für die unregulierten Portfolios das schlechteste seit 2011. Auch mussten mehrere Hedgefonds zu Beginn des vierten Quartals die Konten schließen. Nach HFR-Daten belief sich das weltweit von rund 9.760 Hedgefonds verwaltete Vermögen trotz der letztjährigen Abflüsse aber immer noch auf beeindruckende 3,11 Billionen US-Dollar. 

Düstere Aussichten für Hedgefonds
Im laufenden Jahr dürften es Hedgefonds auch nicht leichter haben als im vergangenen, sagen Marktbeobachter. "Man muss nahezu verrückt sein, um in diesem Umfeld einen Hedgefonds zu starten", zitiert Bloomberg Ilana Weinstein, CEO der IDW Group. Die Zahl der neuen Hedgefonds dürfte 2019 so niedrig liegen wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. (fp/mb)