Der Ankündigung folgen Taten. Die Hypovereinsbank hatte kürzlich bekannt gegeben, sich stärker auf hochvermögende Kunden (Ultra High Net Worth Individuals, UHNWIs) konzentrieren zu wollen. In dem Zug hat auch Sven Stipković, Leiter Wealth Management & Private Banking bei der HVB, die Leitung des auf die Betreuung von Superreichen spezialisierten Teams selbst übernommen. Nun hat die deutsche Tochter der italienischen Unicredit ein erstes Produkt gestartet, dass der Nachfrage dieser Klientel nach maßgeschneiderten Anlagelösungen Rechnung trägt: Ein Garant-Zertifikat auf einen Bitcoin-ETF aus den USA.

Die Bank betont in einer Mitteilung, die der Redaktion vorliegt, dass man sich gegenüber den UHNWIs nicht als Berater, sondern als "Sparringspartner" bei der Suche nach Anlagelösungen versteht. "Sie agieren nicht als klassische Anleger oder Anlegerinnen, sondern als strategische Entscheider mit einem klaren Blick auf Risiken, Chancen und langfristige Entwicklungen. Für uns bedeutet das: Wir müssen ihre Perspektive verstehen – nicht nur finanziell, sondern auch strukturell und familiär", lässt sich Stipković zitieren. 

Kapitalschutz von 100 Prozent
Dabei gehe es vor allem um die Entwicklung maßgeschneiderter Konzepte, "die unternehmerisches Denken und private Vermögensplanung zusammenbringen", sagt Stipković und ergänzt: "Viele Superreiche sind offen für neue Anlageklassen – aber nur, wenn sie in ein tragfähiges Risikomanagement eingebettet sind." Dem soll das Zertifikat auf den in den USA erhältlichen iShares Bitcoin Trust ETF entsprechen. Das Papier, das sich ausschließlich an professionelle Kunden richtet, bietet zum Laufzeitende einen Kapitalschutz von 100 Prozent. Dafür ist der maximale Ertrag auf 72 Prozent der ETF-Entwicklung begrenzt. (jb)