Anleger mit Orderschuldverschreibungen oder Genussrechten der Future Business KGaA (Fubus) dürfen nicht vor 2015 mit einer ersten Auszahlung rechnen. Das geht aus einer Anlegerinformation hervor, die der vorläufige Fubus-Insolvenzverwalter am Montag veröffentlicht hat.

"Sobald alle Rechtsverhältnisse geklärt sind (…) kann gegebenenfalls eine Abschlagszahlung erfolgen. Diese wird jedoch voraussichtlich frühestens im Laufe des Jahres 2015 möglich sein", schreibt Insolvenzverwalter Bruno Kübler.

Anleger müssen Forderungen anmelden – aber erst im Februar 2014
Die Fubus ist der größte Emittent der Dresdener Infinus-Gruppe, deren Topmanagement unter dem Verdacht des Anlagebetrugs steht. Insgesamt hatten Anleger dem Konzern bis zu 850 Millionen Euro anvertraut. Davon waren zur Jahresmitte 2013 allein gut 710 Millionen Euro bei der Fubus investiert.

Die Anleger müssen ihre Forderungen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Insolvenzverwalter anmelden – dies wird vermutlich aber erst Anfang Februar 2014 der Fall sein. "Wenn feststeht, wie viel Vermögen noch im Unternehmen vorhanden ist, wird nach Befriedigung der besicherten Gläubiger und nach Abzug der Kosten des Verfahrens das dann verbleibende Restvermögen an die Gläubiger verteilt", erläutert Kübler.

Abwicklung wird Jahre dauern
Anleger mit Nachrangdarlehen müssen sich dabei hinten anstellen: "Diese Forderungen werden nur bedient, wenn zuvor sämtliche Gläubiger im Rang des Paragraf 38 Insolvenzordnung befriedigt werden konnten", so Kübler. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass auch Nachranggläubigern "sonstige Ansprüche" zustehen.

Bis die Fubus komplett abgewickelt sein wird, dürften einige Jahre vergehen, vermutet Kübler. Mit welcher Auszahlungsquote die Anleger unter dem Strich rechnen dürfen, lasse sich noch nicht prognostizieren. (bm)


Infinus-Anleger finden das komplette Informationsschreiben hier.