Ob Klimawandel, Finanzkrise oder demographische Entwicklung - Unternehmen, die Antworten auf die größten Herausforderungen unserer Zeit haben, sind im Wettbewerb langfristig besser aufgestellt, meinen die Finanzmarktexperten von Invesco. Dementsprechend wachse auch die Bedeutung von Nachhaltigkeitskriterien bei Anlageentscheidungen. Dass die Gleichung "nachhaltige Geldanlage = nachhaltige Rendite" aufgehen kann, sei bereits in unterschiedlichen Studien längst auch empirisch belegt worden.

 

Strategie als Crux

Von größter Bedeutung allerdings ist die Wahl der geeigneten Strategie. "Zu restriktive Nachhaltigkeitskriterien können das Anlageuniversum so stark einschränken, dass das Portfolio kaum noch diversifiziert werden kann", erläutert Manuela von Ditfurth, Senior Portfolio Manager Global Quantitative Equity bei Invesco, in der jüngsten Ausgabe der Invesco-Publikation Risk & Reward. "Der Ausschluss ganzer Branchen kann zu Ertragseinbußen führen und ein angemessenes Risiko-Ertrags-Profil verhindern."

 

Um derartige Fallstricke zu meiden und das Potenzial der Anlageklasse voll auszuschöpfen, setzt Invesco bei der Umsetzung unterschiedlicher Ansätze für nachhaltigkeitsorientiertes Investieren im Aktien- und Rentenbereich auf umfangreiche Inhouse-Expertise und spezialisierte externe Researchressourcen.

 

Best-in-Class-Ansatz

Beim Best-in-Class-Ansatz wird keine Branche als ganze ausgeschlossen, sondern gezielt in die am nachhaltigsten wirtschaftenden Unternehmen in unterschiedlichen Sektoren investiert. Alternativ können Investoren mit Hilfe maßgeschneiderter Unternehmensscreenings ihr Anlageuniversum gezielt anhand individuell gewichteter Negativ- und/oder Positivkriterien zusammenstellen. Im Rahmen von Engagement-Programmen wiederum nehmen die Investmentprofis im Auftrag ihrer Kunden Einfluss auf Unternehmen.

 

Durch die systematische Identifizierung von Branchenführern im Nachhaltigkeitsbereich und die Integration von Nachhaltigkeitsfaktoren in die traditionelle Investmentanalyse lässt sich Mehrwert für Investmentportfolios generieren, meint von Ditfurth. Denn: So lässt sich das langfristige Wertzuwachspotenzial von Unternehmen besser einschätzen. Unternehmen, die aktuelle und künftige ökonomische, ökologische und soziale Chancen und Risiken frühzeitig und aktiv adressieren, könnten in einem wettbewerbsintensiven und sich stark wandelnden globalen Marktumfeld langfristig erfolgreicher agieren. Das Fazit der Investmentexpertin: "So hilft die intelligente Kombination von Nachhaltigkeitsanalyse und traditioneller Finanzanalyse Anlegern, ihre Nachhaltigkeitsziele mit ihren Renditeforderungen in Einklang zu bringen." (ir)