Der Fokus auf nachhaltiges Investieren ist mehr als nur ein kurzlaufender Trend, ist Martin (Marty) Flanagan überzeugt, der seit 13 Jahren an der Spitze der US-Fondsgesellschaft Invesco steht. "Der Anleger von heute will einfach wissen, was mit seinem Geld passiert, und ob es in Unternehmen investiert wird, die bestimmte Kriterien erfüllen, sei es beim Umweltmanagement, den Arbeitsbedingungen oder bei anderen Nachhaltigkeitsaspekten wie einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung", sagte Flanagan im Interview mit FONDS professionell, das in voller Länge in der aktuellen Ausgabe 3/2018 erschienen ist.

Die überwiegende Mehrheit der Kunden weltweit signalisiere seinem Unternehmen, dass sie mit Asset Managern zusammenarbeiten möchten, die "entsprechend solide Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken in ihrem Investmentprozess berücksichtigen". Bei Invesco sei das schon seit mehr als 15 Jahren der Fall. "Ganz einfach, weil wir davon überzeugt sind, dass wir durch entsprechend verantwortungsvolles Investieren nicht nur unseren Kunden eine starke und langfristige Anlageperformance bieten können, sondern dadurch auch unserem treuhänderischen Auftrag gerecht werden, auch künftigen Generationen eine nachhaltige und lebensfreundliche Umwelt zu hinterlassen", erklärt Flanagan. Sein Haus betrachte das ESG-Thema nicht nur als eines, das den Kunden nütze. Es beeinfluse auch den Unternehmenswert für die Aktionäre positiv.

Unterschiedliche Herangehensweisen
Bei Invesco Quantitative Strategies verfolge sein Unternehmen unterschiedliche Herangehensweisen, um ESG-Faktoren in den Investmentprozess zu integrieren, so Flanagan. "Das reicht von Best-in-Class-Ansätzen über normenbasierte Investments bis hin zu Negativ-Screenings und individuell festgelegte ESG-Kriterien." Die immer noch gern gestellte Frage, ob die Berücksichtigung von ESG-Faktoren in der Vermögensanlage nicht zu Renditeeinbußen führe, sei seiner Ansicht nach der falsche Ansatz. "Die Frage muss eher lauten, ob man nicht langfristig auf Rendite verzichtet, wenn man solche Kriterien nicht berücksichtigt", betont der Invesco-Chef. "Es ist im Übrigen mittlerweile durch viele wissenschaftliche Studien belegt, dass die intelligente Kombination von ESG-Kriterien und traditioneller Finanzanalyse Anlegern hilft, ihre Nachhaltigkeitsziele mit ihren Renditeerwartungen in Einklang zu bringen." (hh/bm)


Das ausführliche Interview mit Marty Flanagan lesen Sie in FONDS professionell 3/2018 ab Seite 292. Dort äußert sich Flanagan auch über die aktuelle Aufstellung von Invesco, seine Pläne und die Ziele des Anbieters in Deutschland. Angemeldete FONDS professionell KLUB-Mitglieder können den Beitrag auch hier im E-Magazin lesen.