Die asiatischen Märkte haben sich im vergangenen Jahr gut geschlagen, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Weil es in den kommenden Monaten einige Schwierigkeiten geben könnte, sollten Anleger asiatische Aktien allerdings nach fundamentalen Gesichtspunkten auswählen, rät Jason Pidcock, Fondsmanager bei Jupiter Asset Management. "Ich bin besonders vorsichtig bei zyklischeren Sektoren", sagt er. "Wir haben einige zyklische Unternehmen im Bestand, zum Beispiel aus dem Bereich Technologie, bevorzugen aber die Titel, die ein weniger schwankungsanfälliges Ertragspotenzial bieten."

Besonders positiv bewertet Pidcock die Aussichten für die stärker entwickelten asiatischen Märkte wie Singapur und Australien. "Hier wurde mir in letzter Zeit im Rahmen von Meetings mit den CEOs und CFOs der Unternehmen, in die der Fonds investiert, bestätigt, dass sich das Gewinnwachstum 2017 fortsetzen dürfte", erklärt er. Das sei zu einem großen Teil der Tatsache zu verdanken, dass die Länder politische Stabilität, eine gute Regierungsführung und eine stark wachsende Wirtschaft bieten.

Risikoquelle Protektionismus
Ein Risiko für Asien-Anleger sind die protektionistischen Tendenzen, die sich in vielen großen Volkswirtschaften abzeichnen. "Schwellenländer sind gegen diesen Trend in den westlichen Ländern sicherlich nicht immun und aufgrund der Protektionismus-Gedankenspiele von Donald Trump größerer wirtschaftlicher Unsicherheit ausgesetzt", warnt der Fondsmanager. Er ist überzeugt: Der westliche Handelsprotektionismus wird sich auf Asien auswirken. Aber die Effekte könnten weniger stark ausfallen als befürchtet. Denn mehr als die Hälfte des gesamten Asienhandels findet innerhalb der Region statt. (fp)