Emerging-Markets-Aktien sind momentan ein spannendes Investment, sagt Michael Keppler von Keppler Asset Management. "Ich kaufe dort, wo ich am wenigsten für meinen Anteil am zukünftigen Gewinn eines Unternehmens bezahlen muss. Dieser Vergleich spricht eindeutig für Aktien aus den Schwellenländern", sagt der Anlageexperte. So liegt das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Aktienindex MSCI Emerging Markets mit einem Wert von 1,5 deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

Auch mit Blick auf konkurrierende Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und die Dividendenrendite sind Titel aus den Schwellenländern zurzeit sehr interessant, so Keppler. "Wenn ich alles zusammennehme, errechne ich einen Bewertungsvorsprung der Emerging Markets im Vergleich zu den Industrieländerbörsen von mehr als 25 Prozent", sagt er. So groß war der Bewertungsabstand zuletzt Mitte des vergangenen Jahrzehnts, kurz bevor die Schwellenländer zu einer Aufholjagd ansetzten.

Nicht zu spät einsteigen
Keppler weist darauf hin, dass sich die Profitabilität vieler Schwellenländer-Firmen in den vergangenen Jahren verbessert hat. Sowohl die Cashflow- als auch die Eigenkapitalrenditen liegen heute im Schnitt fast auf dem Niveau von Firmen aus Industriestaaten. "Aus diesem Grund ist ein Bewertungsabschlag der Anlageklasse nicht zwingend gerechtfertigt", so der Anlageprofi. Die Gefahr, dass Anleger den günstigen Einstiegszeitunkt verpassen, ist seiner Einschätzung nach hoch. Kepplers Rat deshalb: "Beginnen Sie jetzt zu investieren." (fp)