Maklermanagement, eine Konzerntochter der Basler Versicherung, setzt verstärkt auf die Honorarvermittlung. Dazu bietet sie nun Nettotarife für private Rentenversicherungen an. In der zweiten Jahreshälfte sollen Tarife ohne eingerechnete Provisionen auch für Produkte der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) angeboten werden, wie die Vertriebsservice-Gesellschaft mitteilt. Damit wendet sich die Gesellschaft aber beileibe nicht von der Provisionsvergütung ab, wie sie schon im Herbst 2015 angekündigt hatte.

Das Hamburger Unternehmen betont, dass Makler die Wahlfreiheit haben sollen und im Einzelfall prüfen, für wen in welcher Vorsorgesituation ein Honorar vorteilhafter sein kann. Daher hat Maklermanagement nach eigenen Angaben entsprechende Vertriebsansätze für das "duale Ssystem" entwickelt.

Honorare für bessere bAV-Durchdringungsquote
Musterfälle sollen zeigen, dass Nettopolicen eine gute Alternative zum Beispiel zu niedrig verzinsten Bankanlagen sein können. "Darüber hinaus funktionieren abschlusskostenfreie Tarife mit Garantien im Hinblick auf eine ausreichende und attraktive Performance deutlich besser", sagt Jürgen Riemer, Vorstand der Maklermanagement.

Riemer geht ebenfalls davon aus, dass die Honorarvermittlung insbesondere für die oben erwähnte bAV mehr Chancen bietet. Der Grund: Bessere Vertragswerte können dazu beitragen, die bAV-Durchdringungsquote in den Unternehmen zu erhöhen. Außerdem haben Unternehmer eine größere Akzeptanz für Honorare als Privatkunden. (jb)