Große Unternehmen produzieren Einzelteile über dien ganzen Planeten verstreut, um Kosten zu spare,n und sie später an einem Ort zusammenzusetzen. Diese Produktionsweise könnte bald vorbei sein, wenn es nach den Analysten von M.M.Warburg geht. Seit dem Jahr 2000 beobachten sie eine Phase der Hyperglobalisierung, die vor allem Schwellenländer wie China nach vorne katapultierte. Nun nähert sich dieser arbeitsteilige Produktionsprozess seinem Ende, sagen die Analysten.

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 beobachten die M.M.Warburg-Experten einen leichten Rückgang der Globalisierung. Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf 3,4 Prozent verlangsamt. Der Abschwung in den Industrieländern habe dazu geführt, dass liberale Parteien an Unterstützung verloren und populistische und nationale Parteien zulegten, schreiben die Analysten. Die Verteidigung und Kontrolle der Macht steht in vielen Ländern nun über den Zielen Wohlstand und Wachstum.

USA und China kämpfen um Vorreiterrolle
Das zeige sich besonders im Handelsstreit der USA und China. Die Analysten sehen hier einen Kampf um die wirtschaftliche, militärische und technologische Vormachtstellung. Da weder US-Präsident Donald Trump noch der chinesische Machthaber XI Jinping klein beigeben wollen, halte der vordergründige Streit um Handelsbilanzdefizite und Zölle wohl weiter an. (fp)