Bislang wenig bekannt ist eine Studie, die das deutsche Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben hat. Sie lautet "Der Carbon Footprint von Kapitalanlagen" und stellt auf das Konzept des ökologischen Fußabdrucks ab. Dieser gibt die Treibhausemissionen von Waren oder Dienstleistungen an und untersucht hierzu die gesamte Wertschöpfungskette - von der Herstellung bis zum Vertrieb, inklusive der Nutzung, Entsorgung und gegebenenfalls Wiedergewinnung. Dabei liegt die Besonderheit der Studie darin, dass Geldanlageprodukte gerade im Hinblick auf ihren Sustainability-Ansatz hin bewertet wurden. So würden beispielsweise Deutschlands fünf größte Aktienfonds mit einem Vermögen von 21 Milliarden Euro jährlich etwa 23 Milliarden Tonnen schädliche Klimagase mitfinanzieren.

Auch die in Luxemburg ansässige Atlanticlux Lebensversicherung S.A (Atlanticlux) ist im Rahmen ihrer Assetausrichtung seit 1995 im Bereich Sustainable Investments aktiv und bietet zum Beispiel für die Rentenversicherungen die Anlagestrategie "Ethisches Investment" an. Diese wird durch die gruppenzugehörige Vermögensverwaltung Premium Select LUX S.A. gemanagt.

"Gemeint sind damit Investments, die sich unter dem Gesichtspunkt allgemeiner ethischer Grundsätze, beispielsweise basierend auf ökologischen oder auf religiösen Überlegungen aus bestimmten, als nicht "ethisch" empfundenen Investmentbereichen zurück halten", meint Michael Emmel als geschäftsführender Verwaltungsrat der Atlanticlux.

Ethische Investments  im Aufwind
Ethische Investments haben sich dabei in den vergangenen Jahren zunehmend auch bei den Menschen als sinnvolle Alternative etabliert, die nicht nur aus rein ökologischen Gesichtspunkten heraus agieren, sondern offensichtlich auch unter wirtschaftlichen Aspekten. So konnten sich die unter dem Oberbegriff "Nachhaltige Investments" zusammengefassten Anlagestrategien auch in der Finanzkrise behaupten, was zum Beispiel durch eine Studie des Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (BDU) bestätigt wird. Zum wiederholten Mal wurde dabei auch die Frage angesprochen und bestätigt, ob denn Stiftungen generell in nachhaltige Kapitalanlagen investieren dürfen. Diese müssen ja bekanntermaßen vor dem Hintergrund eines großen Sicherheitspotentials Renditen erwirtschaften, die zumindest "Marktniveau" haben.

"Auch wir konnten mit der Anlagestrategie Ethisches Investment eine eindrucksvolle Performance erzielen", meint der Atlanticlux-Chef Emmel. Diese lag trotz der Verwerfungen des Jahres 2008 zum 31. Dezember des Jahres 2009 um rund 73 Prozent über dem Startwert am 1. Juli 2003. Diese positive Entwicklung setzte sich bisher auch in 2010 fort.