Wilfried KempchenDie OVB Holding AG steigerte im ersten Halbjahr 2011 die Gesamtvertriebsprovisionen um 15,3 Prozent auf 109,8 Millionen Euro (Vorjahr: 95,2 Millionen) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 23,2 Prozent auf 3,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen).

"Seit dem Frühjahr 2010 ist es unseren Finanzberatern gelungen, die Provisionseinnahmen kontinuierlich zu steigern. Wir haben den positiven Auftakt ins Jahr 2011 nachhaltig bestätigt. Die OVB hat insbesondere von der dynamischen Geschäftsentwicklung in Mittel- und Osteuropa profitiert, die maßgeblich von den Ländern Tschechien, Slowakei, Polen und Ungarn getragen wurde", so OVB-Vorstandsvorsitzender Wilfried Kempchen.

Segment Mittel- und Osteuropa baut Umsatzanteil aus
Die Gesamtvertriebsprovision erhöhten sich in Mittel- und Osteuropa um 49,6 Prozent auf 65,0 Millionen Euro (Vorjahr 43,4 Millionen) - damit baute dieses Segment seinen Umsatzanteil auf 59,2 Prozent aus. Weitgehend konstant blieben die Umsätze in Deutschland: Von Januar bis Juni 2011 wurden  hier Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 33,0 Millionen Euro (Vorjahr: 35,5 Millionen) erzielt. In Märkten wie Griechenland, Italien und Spanien führte die angespannte Wirtschaftslage zu einer rückläufigen Entwicklung im Segment Süd- und Westeuropa, das mit 11,7 Millionen Euro (Vorjahr: 16,3 Millionen) zum Konzernumsatz beitrug.

Deutliche EBIT-Steigerung
Im ersten Halbjahr 2011 steigerte der Konzern das erwirtschaftete operative Ergebnis (EBIT) um 23,2 Prozent auf 3,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9  Millionen). Mit 6,3 Millionen Euro konnte das Segment Mittel- und Osteuropa sein EBIT deutlich ausweiten - ein Plus von 44,1 Prozent gegenüber dem  Vorjahreswert von 4,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis in Deutschland belief sich auf 2,7  Millionen Euro (Vorjahr: 3,7 Millionen). Bedingt durch weiter verschärfte gesamtwirtschaftliche Belastungen weitete sich im Segment Süd- und Westeuropa wder Fehlbetrag auf -1,1, Mio. Euro aus (Vorjahr: -0,4 Millionen).

In den ersten sechs Monaten 2011 stieg der Konzernüberschuss auf 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,0 Millionen), das Ergebnis pro Aktie belief sich  auf 0,17 Euro (Vorjahr: 0,14 Euro).

Ausbau des Vertriebsteams
Die Zahl der selbstständigen Finanzberater, die hauptberuflich für die OVB tätig sind, entwickelte sich ebenfalls sehr positiv: Das Vertriebsteam konnte gegenüber der Jahresmitte 2010 deutlich um 155 Finanzberater ausgebaut werden. Allein im zweiten Quartal 2011 kamen 111 neue  Finanzberater hinzu, sodass per Ende Juni 4.762 Finanzberater für die OVB tätig waren. Mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent auf 2,84 Millionen Kunden hat die OVB ihre Kundenbasis nachhaltig verbreitert. Die Produktnachfrage konzentrierte sich noch stärker als bisher auf fondsgebundene  Vorsorgeprodukte, im ersten Halbjahr 2011 entfielen 62 Prozent des Neugeschäfts auf diese Produkte.

Positive Grundtendenzen der wirtschaftlichen Entwicklung werden -  trotz anhaltender Wirtschaftskrisen in einzelnen Ländern - den Geschäftsverlauf voraussichtlich auch im zweiten Halbjahr tragen. "Mit der erfreulichen Geschäftsentwicklung im  ersten Halbjahr haben wir eine solide Grundlage gelegt. Wenn wir diesen  Wachstumskurs halten, wird 2011 ein gutes Geschäftsjahr", ist OVB-Vorstand Oskar Heitz optimistisch. (mb)