Im Vergleich zu Aktien aus den USA und Europa sind Titel aus Asien derzeit wesentlich attraktiver, sagt Peter E. Huber, Fondsmanager und Gründer der Fondsgesellschaft Star Capital. Sowohl die Kurs-Gewinn- als auch die Kurs-Buchwert-Verhältnisse asiatischer Titel seien ausgesprochen günstig. Neben den niedrigen Bewertungen weisen Aktien aus Asien laut Huber auch das höchste wirtschaftliche Wachstumspotenzial auf. Dies gelte insbesondere für China, dessen Einfluss auf die Region stetig wachse.

Der Transformationsprozess in Richtung Dienstleistungsgesellschaft, Konsum und Hochtechnologie verlaufe natürlich nicht reibungslos, wie die aktuelle Gewinnentwicklung bei den Unternehmen zeige. Huber ist allerdings fest davon überzeugt, dass dies nicht zu einer Trendumkehr beim Wirtschaftswachstum führe, sondern lediglich zu einer Beruhigung.

US-Aktien überbewertet
Für zu teuer hält Huber dagegen Titel aus den USA. Hier habe es in letzter Zeit bei Aktienrückkäufen durch Unternehmen, Mergers & Acquisitions und Aktienkäufen auf Kredit regelrechte Exzesse gegeben, die zur Vorsicht mahnen. Bereits teuer bewertete Technologietitel würden immer weiter in die Höhe getrieben, während die Marktbreite immer mehr abgenommen hat. "Das neue vermeintliche Zauberwort für schnellen Reichtum heißt 'FANG' und steht für Facebook, Amazon, Netflix und Google", warnt Huber und zieht einen Vergleich zum Kunstwort "BRIC", von dem heute keiner mehr etwas wissen wolle. (fp)