Nach dem Scheitern ihrer Wandlungspläne ist die Aktie der Lloyd Fonds AG am ersten Handelstag nach Ostern massiv eingebrochen. In Frankfurt stürzte der Kurs um 28 Prozent auf 1,87 Euro ab; in Stuttgart verlor die Aktie 20 Prozent und notierte zum Schluss mit 1,76 Euro. Das Wertpapier stand Anfang März bei zirka drei Euro, nachdem Lloyd Fonds die Änderung des Geschäftsmodells bekanntgegeben hatte. Allerdings lag der jüngste Kurs noch deutlich über dem 52-Wochen-Tief von etwas über einem Euro.

Hintergrund für den Einbruch des Aktienkurses ist, dass das Konzept der Lloyd Fonds AG, elf Schiffe geschlossener Fonds im Tausch gegen Aktien in den Konzern zu überführen, gescheitert ist (FONDS professionell ONLINE berichtete). Denn von den neun Fonds haben acht das Angebot abgelehnt beziehungsweise nicht die für die Zustimmung erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit erreicht. Nur die Anleger des Containerschiffs MS Lloyd Parsifal haben sich für die Umwandlung der Kommanditanteile in Aktien ausgesprochen.

In den Fondsgesellschaften mit Tankschiffen endete die Abstimmung der Anleger mit einem Debakel für Lloyd Fonds. So haben beispielsweise die Investoren des Tankers MT American Sun das Angebot des Fondshauses mit 91,6 Prozent abgelehnt. Beim MT Canadian Sun waren 83,9 Prozent und beim MT Mexican Sun 75,1 Prozent gegen den Lloyd-Fonds-Plan. Im Vergleich dazu überragend war der Zuspruch der Anleger des MS Lloyd Parsifal; hier beträgt die Zustimmungsquote 88,6 Prozent. (ae)