Aktiv gemanagte Fonds haben das Ziel, gegenüber dem Markt eine Überrendite zu erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss vor allem das Risikomanagement funktionieren, so das Berliner Unternehmen Scope Ratings. Dieses hat daher laut einer Pressemitteilung untersucht, wie die Fonds der Kategorien „Aktien Global“ (insgesamt 500 Fonds) und „Aktien Europa“ (insgesamt 165 Fonds) in den vergangenen Jahren hier abgeschnitten haben.
 
Bei der Untersuchung hat Scope auf den maximalen Verlust (Maximum Draw Down) abgestellt. Diese Kennzahl beziffert, wie viel ihres Kapitals Anleger innerhalb einer bestimmten Betrachtungsperiode im schlimmsten Fall verlieren konnten. Stichtag für die Auswertung ist der 31.01.2013.
 
Keine bessereb Risikoergebnisse
Das Ergebnis falle ernüchternd aus: Von den global anlegenden Aktienfonds weisen in den vergangenen drei Jahren knapp 75 Prozent einen höheren maximalen Verlust auf als der für diese Kategorie zu Grunde gelegte Vergleichsindex MSCI World. Ein Blick auf die Fünf-Jahres-Zahlen zeige kein besseres Bild: Knapp zwei Drittel der Fonds zeigen einen höheren maximalen Verlust als die Benchmark. Ein ähnliches Resultat erzielen aktive Aktienfonds mit Schwerpunkt Europa. Hier weisen rund 70 Prozent (über drei Jahre) beziehungsweise knapp 49 Prozent (über fünf Jahre) der Fonds einen über der Benchmark (MSCI Europe) liegenden Maximalen Verlust auf.
 
Die enttäuschenden Werte bei der Risikokennziffer „maximaler Verlust“ korrespondierten mit den erzielten Renditen. Die Quote der global investierenden Fonds mit einer Überrendite zur Benchmark liege bei nur 10,6 Prozent (über fünf Jahre) beziehungsweise 5,9 Prozent (über drei Jahre). Europäische Aktienfonds schneiden zwar etwas besser ab, ihre Erfolgsquote liegt dennoch nur bei rund 28 Prozent (fünf Jahre) beziehungsweise 22,8 Prozent (drei Jahre).
 
Die Auswertung belege, dass in den vergangenen Jahren nur wenige aktiv gemanagte Fonds einen Nutzen für Anleger erbringen konnten. Im Marktdurchschnitt hätten sie sowohl bei Rendite- als auch bei Risikoaspekten schlechter ab als ihre Vergleichsindizes abgeschnitten. Eine Erklärung dafür sei die extreme Volatilität an den Märkten. (jb)