Eine Zinswende in den USA dürfte den Aktienmarkt nicht so stark belasten wie befürchtet, prognostiziert der Frankfurter Asset-Manager Source For Alpha (S4A). Die Experten des Hauses haben die sechs Zinserhöhungszyklen der US-Notenbank seit 1980 analysiert. Das Ergebnis: Vergangene Zinserhöhungen hatten im Schnitt keine negativen Auswirkungen auf den amerikanischen Aktienmarkt – im Gegenteil. In den ersten zwölf Monaten nach der ersten Zinserhöhung ist der US-Aktienindex S&P 500 um durchschnittlich 11,4 Prozent gestiegen.

Auch deutsche Aktionäre hatten in vergangenen US-Zinserhöhungszyklen wenig Grund zur Sorge. Der deutsche Leitindex DAX stieg in den zwölf Monaten nach der ersten Zinserhöhung jeweils im Schnitt um 15,4 Prozent. "Für Investoren ist es deshalb ratsam, bei Einleitung einer Zinswende durch die Fed nicht panisch die Aktienmärkte zu verlassen, sondern ihre Aktienquote gemäß ihrer persönlichen Risikopräferenzen auszurichten", sagt S4A-Vorstand Christian Funke.

Sattes Plus für Aktienanleger
Vor vergangenen Zinserhöhungszyklen hatte sich das wirtschaftliche Umfeld stets verbessert. Derzeit seien die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen am ehesten mit dem letzten US-Zinserhöhungszyklus ab Juni 2004 zu vergleichen, so Funke. Bis Juni 2006 wurde bei der der 16 folgenden Notenbanksitzungen der US-Leitzins jeweils um 0,25 Prozent erhöht. Auch dieser Zyklus belastete den US-Aktienmarkt nicht: Der S&P 500 stieg zwischen Ende Juni 2004 und Ende Juni 2006 um 15,6 Prozent. (fp)