Dies sind weitere Ergbenisse der Studie zur Altersvorsorge, die die Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von State Street durchgeführt hat (FONDS professionell Online berichtete). Demnach werden 60 Prozent der leistungsorientierten Vorsorgepläne in den nächsten drei Jahren die Gewichtung von alternativen Investments erhöhen. Dieses Ergebnis steht im Gegensatz zum Vorgehen der vergangenen drei Jahre, in denen insgesamt nur 28 Prozent ihr Exposure bei alternativen Investments erhöhten. Nun jedoch zeigen die Pensionspläne (60 Prozent) eine stärkere Risikobereitschaft und planen, den Schwellenländeranteil in ihren Portfolios zu steigern. In den vergangenen drei Jahren haben dies lediglich 35 Prozent getan.

Erhöhte Nachfrage nach Managed-Futures-Strategien
Niall O'Leary, Leiter Portfoliostrategie EMEA für State Street Global Advisors, erklärte bei einer von Clear Path Analysis veranstalteten Roundtable-Diskussion, dass das Spannungsfeld zwischen langfristiger Kapitalanlage und kurzfristiger Volatilität auch in Zukunft bestehen bleiben werde. Auf Kundenseite habe dies jedoch zu einem verstärkten Interesse an Managed-Futures- und Managed-Volatility-Strategien geführt. „Investoren ist zunehmend bewusst, dass sie zur Vermeidung sogenannter Tail Risks stärker diversifizieren müssen, und sie entwickeln diesbezüglich individuelle Lösungen. Wir erleben eine steigende Nachfrage nach Managed-Futures- oder Trendfolgestrategien. Solche Strategien bieten erhebliche Renditechancen in volatilen Marktphasen. Aber auch unter normalen Marktbedingungen besteht die Möglichkeit, damit moderate Renditen zu erzielen", sagte er.

Peter Griffin, Director bei Allied Pension Trustees, ergänzte: „Die meisten Träger von Vorsorgeplänen suchen letztlich Lösungen zum Umgang mit Volatilität. Unsere Antwort darauf ist ein Mix von Anlageklassen, zu denen Unternehmensanleihen, gehedgte globale Aktienfonds und Absolute Return-Strategien zählen. Er fügte hinzu: „Das Risiko plötzlicher Kurseinbrüche an den Finanzmärkten lässt sich durch eine Portfoliodiversifizierung erheblich reduzieren. Man muss jedoch aufpassen, dass man dabei nicht zu stark zu Lasten der Rendite diversifiziert. Damit kommen wir wieder zu der zentralen Frage nach den Zielen, die der Träger des Pensionsplans (oder der Arbeitgeber) verfolgt. Wenn Sachwerte einen signifikanten Risikoaufschlag bieten, dann bedeutet dies zumeist, dass die so genannten risikolosen Aktiva recht teuer sein können."

Zur Studie
Die State Street-Studie zur Altersvorsorge in Europa für 2012 wurde von der Economist Intelligence Unit im Oktober durchgeführt. Zu den Befragten gehörten Anbieter von leistungsorientierten Vorsorgeplänen (DB schemes) und beitragsorientierten Vorsorgeplänen (DC schemes) in Deutschland, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und Skandinavien. (jb)