Junge Menschen in Deutschland sorgen zu wenig für das Alter vor – weil sie nicht wissen, wie es geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Versicherung Generali Deutschland, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut GfK. Befragt wurden mehr als tausend Deutsche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren. Für mehr als zwei Drittel von ihnen steht fest, dass die gesetzliche Rente für ein finanziell sorgenfreies Leben im Alter nicht ausreichen wird. Doch gut die Hälfte der 18- bis 21-Jährigen und 36,5 Prozent der 30- bis 32-Jährigen haben trotzdem noch nicht angefangen, für das Alter vorzusorgen. 

Als Grund gab jeder zweite junge Mensch an, beim Thema Altersvorsorge grundsätzlich ein Informationsdefizit zu haben. Drei Viertel der Befragten fühlen sich von der Politik und den Medien schlecht informiert. 19,4 Prozent der Befragten sagten außerdem, das Thema Altersvorsorge sei ihnen zu komplex – sie wüssten nicht konkret, was zu tun sei. 31 Prozent der Befragten sagten außerdem, dass sie nicht genug Geld haben, um davon auch noch etwas zurückzulegen. 19,7 Prozent fühlen sich für das Thema generell noch zu jung, für 19,1 Prozent hat es sich einfach noch nicht ergeben, in die Altersvorsorge zu investieren. 

Nicht verzagen, Mama fragen
Diejenigen, die sich dennoch informieren, gehen meist auf eigenen Faust in die Recherche – insgesamt gehen so 44,2 Prozent der Befragten vor. In zweiter Instanz holen sich 41,6 Prozent Rat bei ihren Eltern, 30,4 Prozent fragen ihre Freunde nach Tipps. Etwas mehr als zwanzig Prozent holen jeweils außerdem Ratschläge bei Kollegen ein oder gehen zu Versicherungsexperten. Allerdings gaben auch 15,2 Prozent der Befragten an, sich trotz erster Gedanken nicht weiter zur Altersvorsorge informiert zu haben. (fp)