Die Finanzaufsicht der Bankenmetropole New York hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Manipulationen im Handel mit US-Staatsanleihen aufgenommen, berichtet die Zeitung "Financial Times." Die Behörde habe im August bei der Deutschen Bank, Goldman Sachs, Barclays und der Société Générale Informationen über die Abläufe bei den Auktionen von Treasuries  angefordert.

Damit sei aber noch kein konkreter Verdacht eines Fehlverhaltens verbunden. Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf Insider, dass die Fragen allgemeiner Natur seien und sich derzeit nicht auf eine bestimmte Bank konzentrierten. Das US-Justizministerium hatte zuvor bereits Ermittlungen aufgenommen.

Ein Pensionsfonds reichte bereits Klage ein
Die vier Banken zählen zu den Primärhändlern auf dem 12,5 Billionen Dollar großen Markt für US-Staatsanleihen und können direkt mit der US-Notenbank Federal Reserve handeln. Insgesamt 22 Institute gelten als Primärhändler.

Im Juli hatte ein US-Pensionsfonds alle 22 Geldhäuser wegen des Vorwurfs der Manipulation beim Handel mit amerikanischen Staatsanleihen verklagt. Der Pensionsfonds für die öffentlichen Bediensteten Bostons hatte seine Klageschrift bei einem New Yorker Bundesgericht eingereicht. (ert)