Die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung (DGFRP) mit Sitz in Altötting stellt ihren Maklern und Finanzvermitteln ab sofort eine neue digitale Plattform zur Verfügung. Diese verbindet sie bei jedem einzelnen Arbeitsschritt lückenlos mit der DGFRP – und direkt auch mit allen angeschlossenen Produktanbietern. Dies teilt die Gesellschaft mit.

"Die neue Plattform vereint ein Informations-, Kommunikations- und Auftragssystem", sagt Philip von Wartburg, Leiter IT bei der DGFRP. Dafür sorgt das neue Extranet, also ein Netzwerk, an das auf der einen Seite die Makler, auf der anderen die Anbieter von Versicherungs- und Finanzprodukten angebunden sind. Auf der von der DGFRP betriebenen Plattform laufen alle Daten zusammen. "Im Grunde kann man sich darunter eine Art 'Facebook für Finanzprofis' vorstellen", erklärt von Wartburg.

Schnell und datensicher
Die Vorteile des Extranets: Anträge oder andere Dokumente müssen nicht mehr per E-Mail versandt werden, stattdessen laden Makler und Vermittler sie direkt hoch. Damit landen sie automatisch über die Plattform beim betreffenden Produktanbieter, können schneller und vor allem revisions- und datensicher bearbeitet werden.

"Jede Aktion auf der Plattform löst einen Vorgang aus, zu dem alles protokolliert und mit einem digitalen Zeitstempel versehen wird", erklärt von Wartburg. Jeder Vorgang ist damit "gekapselt", wie Experten es nennen. Das bedeutet, er ist jederzeit nachvollziehbar und kann weder gelöscht noch manipuliert werden. "Zudem erlaubt die Plattform eine verschlüsselte Kommunikation", sagt der IT-Leiter. Alle Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes würden dabei eingehalten.

Echte Kontaktdaten verfügbar
Zudem gibt es Chatfunktionen und die Möglichkeit, jederzeit nachzuvollziehen, wie weit die Bearbeitung eines Antrags gediehen ist. Vor allem im Back Office sollen viele Arbeitsschritte leichter, schneller und kostengünstiger abgewickelt werden. "Alle Teilnehmer treten außerdem mit ihren tatschlichen Namen und Kontaktdaten auf", erläutert von Wartburg. So könnten sie im Zweifelsfall per Telefon oder E-Mail angesprochen werden. "Das sollte aber eigentlich nicht nötig sein, da die komplette Kommunikation über die Plattform läuft", sagt von Wartburg.

Bisher sind 21 Versicherungsgesellschaften an das neue Extranet der DGFRP angeschlossen. Derzeit laufen Gespräche mit großen Investmentgesellschaften, die künftig ebenfalls angebunden werden sollen. (am)