Die Altersvorsorge wollen immer weniger Menschen allein dem Staat überlassen. Deswegen nehmen sie ihr Geld selbst in die Hand – und investieren vermehrt in Wertpapiere, um für die Zeit nach der Berufstätigkeit vorzusorgen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Dekabank: Mittlerweile legt jeder vierte das Geld für die Altersvorsorge auch in Aktien, Fonds, Anleihen sowie Zertifikaten an, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Ein Treiber des Trends: Die anhaltend niedrigen Sparzinsen. 

Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Verbraucher, die ihr Vorsorge-Geld in Wertpapiere investierten, noch bei 21 Prozent, 2019 waren es lediglich 17 Prozent. Dem "Deka-Anlegermonitor" zufolge hat die Corona-Krise vielen Menschen noch stärker ins Bewusstsein gerufen, dass eine private Vorsorge fürs Alter notwendig ist. Insgesamt 40 Prozent der Befragten gaben in diesem sowie im vergangenen Jahr an, dass sie beim gesetzlichen Rentenniveau mit weiteren Senkungen rechnen. Gleichzeitig gehen 41 Prozent davon aus, dass sich das Renteneintrittsalter weiter nach hinten verschiebt. 

Mehr als die Hälfte sorgt privat vor
Im Umgang mit der Altersvorsorge sind die Sparer unterschiedlich selbstbewusst. Insgesamt 44 Prozent der Befragten fühlen sich beim Thema Altersvorsorge unsicher und wissen nicht genau, wie sie ihr Geld am besten Anlegen, berichtet die FAZ. Auf 41 Prozent der Befragten trifft diese Unsicherheit hingegen nach eigener Aussage überhaupt nicht zu. Mehr als jeder zweite gab an, privat zusätzlich zur gesetzlichen Rente fürs Alter vorzusorgen. (fp)