"Gold hat man – oder hätte es gern gehabt." Edelmetall-Fans mögen diesen Spruch. Er impliziert, dass die schimmernden Barren und Münzen immer dann die bessere Wahl sind, wenn Papiergeldsysteme in die Krise geraten. Wer Gold besaß, befand sich viele Jahre auf der sicheren Seite. Seit der Jahrtausendwende kletterte der Preis stetig nach oben, unterbrochen lediglich von kurzen Korrekturen. Ob US-Immobilienkrise, Bankenkrise, Staatsschuldenkrise – für den Goldpreis gab es allem Anschein nach nur eine Richtung.

Doch dann kam der April 2013. Binnen zwei Handelstagen brach der Goldpreis von rund 1.600 auf 1.300 US-Dollar ein. Eine Verkaufswelle ungeahnten Ausmaßes sorgte bis Ende Juni für einen Kurssturz auf unter 1.200 Dollar und den größten Quartalsverlust seit 1920. Seither hat sich der Preis nicht nur erholt, sondern erzielte im August 2020 mit mehr als 2.000 US-Dollar sogar ein neues Allzeithoch. Nachdem einige Experten davon ausgingen, dass diese Marke im laufenden Jahr sogar noch geknackt werden könnte, verläuft die Preisentwicklung aktuell eher enttäuschend. Derzeit muss man für eine Unze des Edelmetalls knapp 1.800 Dollar bezahlen.

Trotz aller Höhen und Tiefen ist die Faszination, die von Gold ausgeht, ungebrochen – und Anleger rund um den Globus in ihren Bann zieht. Dementsprechend ranken sich seit jeher zahlreiche Mythen rund um Investments in Gold.

In unserer Fotostrecke oben räumt die Consorsbank mit den zehn gängigsten Fehleinschätzungen zu Goldinvestments auf. (mb)