Die angsteinflößenden Kurseinbrüche an den Börsen im Februar und März haben der deutschen Fondsbranche das Geschäft mit privaten Anlegern im ersten Quartal des laufenden Jahres verhagelt. Das geht aus der aktuellen Absatzstatistik des deutschen Fondsverbandes BVI hervor. Die Anbieter mussten bei offenen Publikumsfonds in Summe massive Mittelabflüsse in Höhe von 13,9 Milliarden Euro hinnehmen.

Einige Branchenvertreter konnten dem Trend im Retailgeschäft aber trotzen. Allen voran der Kölner Asset Manager Flossbach von Storch, der erst kürzlich von Morningstar zur besten europäischen Fondsgesellschaft gekürt wurde. Der Vermögenverwalter sammelte im ersten Drei-Monats-Intervall beachtliche 1,5 Milliarden Euro ein – gefolgt von der Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft Hansainvest und Oddo BHF. 


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Nur aus zwei Fondskategorien entnahmen die privaten Anleger kein Geld, sondern zahlten unterm Strich ein: Offene Immobilienfonds (3,9 Mrd. Euro) und Rentenportfolios (600 Mio. Euro). 

Nachhaltigkeitstrend bleibt stabil
Bezogen auf das Neugeschäft aller Publikumsfonds verbuchten nachhaltig anlegende Produkte von Anfang Januar bis Ende März 2020 Zuflüsse von 3,4 Milliarden Euro. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in Europa wider, so der BVI. Nach Angaben der Fondsanalysten von Morningstar erzielten nachhaltige Fonds europaweit Zuflüsse von 30 Milliarden Euro, während Anlege aus anderen Publikumsfonds 165 Milliarden Euro abzogen. (jb)