Die Deutsche Wertpapierservice Bank (DWP Bank), die dem Geno- und dem Sparkassen-Sektor gemeinsam gehört, will in wenigen Wochen im Frankfurter Raum in neue Büros umziehen. Auch viele andere Finanzdienstleister modernisieren das Arbeitsumfeld, entweder durch die Übernahme neuer Standorte oder die Renovierung bestehender Flächen.

"Wir werden Ende August mit unserem Standort Frankfurt nach Eschborn ziehen", sagte Kristina Lindenbaum aus dem Vorstand der DWP Bank in einem Interview mit "Bloomberg". Bislang war das Institut in Bockenheim ansässig. Insgesamt sind rund 700 Mitarbeiter betroffen.

Weniger Fläche dank mobilem Arbeiten
Bei dem künftigen Objekt handelt es sich um eine Bestandsimmobilie, die jedoch entkernt und anschließend nach den Vorstellungen der DWP Bank modernisiert wurde. Sowohl am alten als auch am neuen Standort ist die DWP Bank zur Miete.

In Eschborn wird die DWP Bank rund 12.800 Quadratmeter anmieten. Aktuell nutzt die Bank etwa 18.300 Quadratmeter in Bockenheim. Die Reduzierung der Fläche ist unter anderem wegen des mobilen Arbeitens möglich. Mitarbeiter dürfen bis zu drei Tage pro Woche von zu Hause arbeiten.

Desksharing statt fester Arbeitsplätze
"Es handelt sich um moderne und offene Büroflächen", so Lindenbaum. "Anders als in Bockenheim wird es in Eschborn keine fest zugeordneten Arbeitsplätze geben. Wir werden Desksharing einführen."

In Frankfurt waren zuletzt unter anderem auch die Dekabank und die Citigroup umgezogen. Die DZ Bank modernisierte indes einen ihrer Bürotürme, während die Helaba inmitten eines ähnlichen Projekts steckt.

Mitarbeiter in Planung eingebunden
Bei der DWP Bank wurden die Mitarbeiter früh in den Umzug eingebunden, sagte Lindenbaum. So sei im Gebäude in Bockenheim eine Art Showroom eingerichtet worden – mit Möbeln wie Tischen oder Stühlen. Die Mitarbeiter konnten abstimmen, welche Möbel für den neuen Standort ausgewählt werden.

Mit Blick auf die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice sagte sie, dass eine gewisse Präsenz und der Austausch im Büro auch wichtig seien. "Das fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl", erklärte Lindenbaum. "Neue und moderne Büros schaffen ein Umfeld, in dem man gerne ist und gerne arbeitet."

Die DWP tritt im Endkundengeschäft nicht selbst auf, sondern ist vielmehr Dienstleister im Hintergrund. Viele Banken haben Wertpapierprozesse an sie ausgelagert. Zu den Eigentümern aus dem Sparkassen-Lager zählen unter anderem die Dekabank und die BayernLB. (mb/Bloomberg)