Alle 17 Fonds der "Alpha Selection"-Produktfamilie der Fondsnet-Gruppe haben ihre jeweilige Morningstar-Vergleichsgruppe im Jahr 2025 übertroffen – teils sehr deutlich. Die durchschnittliche Outperformance über alle Strategien hinweg lag per Ende Dezember bei fast 2,9 Prozentpunkten, wie aus einer Übersicht auf Basis von Morningstar-Daten hervorgeht, die FONDS professionell ONLINE vorliegt (siehe Tabelle unten).

Hinter "Alpha Selection" steckt ein in der Branche ungewöhnlicher Vorstoß: Die Fondsnet-Gruppe bietet Finanzberatern seit Jahresbeginn 2025 in der Vermögensverwaltung über die Reuss Private Bank eine Palette sehr günstiger Anteilsklassen aktiv gemanagter Publikumsfonds an, die üblicherweise nur zu hohen Mindestanlagesummen zugänglich sind. Es handelt sich um Anlagestrategien der Asset Manager Allianz Global Investors, DWS, Invesco, J.P. Morgan Asset Management, Nordea und Robeco. Hinzu kommen ausgewählte ETFs, die – bis auf eine Ausnahme – ebenfalls aktiv gemanagt werden.

"Die Höhe der Outperformance hat uns schon überrascht"
"Uns freut es sehr, dass die 'Alpha Selection'-Fonds gleich im ersten Jahr so gut abgeschnitten haben", sagt Ferdinand Haas, Geschäftsführer des Frankfurter Beratungshauses Portfolio Selection, der Fondsnet bei dem Projekt unterstützt. "Dass es gelingen würde, den Branchenschnitt zu schlagen, hatten wir zwar erwartet – allein schon wegen der Kosten, die deutlich unter denen der üblichen Anteilsklassen für Privatanleger liegen. Aber die Höhe der Outperformance hat uns schon überrascht", sagt Haas.

Der Portfolio-Selection-Geschäftsführer betont, dass ein derart gutes Abschneiden nicht in jedem Jahr realistisch sei. Noch stolzer als die Outperformance mache ihn deshalb die "Hit-Rate", also der Anteil der Fonds, die besser abschneiden konnten als der breite Markt. "Dass diese Quote für das Kalenderjahr 2025 bei 100 Prozent liegt, zeigt, dass unsere Fondsauswahl funktioniert hat", sagt er. Auf kürzere Sicht von drei und sechs Monaten per Ende Dezember 2025 beträgt die "Hit-Rate" zwar nicht mehr 100 Prozent, sie liegt mit Werten zwischen 80 und 90 Prozent aber immer noch sehr hoch (siehe Tabelle unten).

Alternative zu passiven ETFs
Haas und Fondsnet-Geschäftsführer Georg Kornmayer verbinden mit ihrer Initiative zwei Hoffnungen: Zum einen möchten sie zeigen, dass sich eine professionelle, aktiv gemanagte Vermögensverwaltung deutlich günstiger anbieten lässt als derzeit im Markt üblich – zum Wohle der Anleger, die dank geringerer Kosten auf eine höhere Rendite hoffen dürfen. Zum anderen möchten sie Beratern zeigen, dass es eine Alternative zu passiven ETFs gibt, die zwar günstig sind, den Markt aber nicht schlagen können. "Aktives Management zahlt sich aus, aber nur, wenn die Kosten den Mehrertrag nicht auffressen", ist Haas überzeugt.

Klassische ETFs setzen Haas und seine Mitstreiter nur in Ausnahmefällen ein. So ist auch der einzige passive Fonds in der "Alpha Selection"-Palette zu erklären: der gut 50 Milliarden US-Dollar schwere Invesco S&P 500 UCITS ETF, der den US-Leitindex für fünf Basispunkte im Jahr abbildet. "Dieser irische ETF profitiert vom günstigen Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den USA und Irland, nach dem nur 15 statt wie sonst üblich 30 Prozent Quellensteuer auf Dividenden von US-Unternehmen anfallen", erläutert Haas. "Das sorgt dafür, dass der ETF nach Steuern besser abschneidet als der Index. Dieser Aspekt war uns in diesem Fall wichtiger als die Chance auf eine höhere, aber nicht garantierte Outperformance durch aktives Management." (bm)

Alphabetische Liste der "Alpha Selection"-Fonds
(Über den Link gelangen Sie in die Fondsdatenbank mit Stammdaten der Anteilsklasse und einem Chart-Tool)