Allianz setzt Expansionskurs fort
Wenige Tage nach der angekündigten Übernahme des HSBC-Versicherungsgeschäfts in Singapur kauft die Allianz nun den Vermögensverwalter der singapurischen United Overseas Bank und stärkt damit ihr Asset Management.
Die Allianz baut ihre Präsenz in Asien weiter aus. Nur wenige Tage nach der angekündigten Übernahme des Versicherungsgeschäfts der HSBC in Singapur hat die Gesellschaft den Kauf von UOB Asset Management vereinbart. Allianz Global Investors zahlt für den Vermögensverwalter der singapurischen United Overseas Bank laut Nachrichtenagentur "Bloomberg" 555 Millionen Singapur-Dollar (rund 375 Millionen Euro).
Mit dem Zukauf verfolgt Allianz-Chef Oliver Bäte gleich zwei strategische Ziele: Zum einen baut der Konzern seine Präsenz in den wachstumsstarken asiatischen Märkten aus, zum anderen stärkt er das Asset-Management-Geschäft. Erst vor Kurzem hatte die Allianz zudem angekündigt, die verbliebenen Minderheitsanteile am US-Anleihespezialisten Pimco übernehmen zu wollen.
Vertriebsnetz in acht Ländern
UOB Asset Management verwaltete Ende 2025 ein Vermögen von rund 42 Milliarden Singapur-Dollar. Durch die Übernahme erhält Allianz Global Investors Zugang zum Vertriebsnetz der UOB in acht asiatischen Märkten, darunter Singapur, Indonesien, Thailand und Vietnam. Zudem wechseln rund 500 Beschäftigte zu AGI.
Die United Overseas Bank erwartet aus dem Verkauf einen Vorsteuergewinn von rund 330 Millionen Singapur-Dollar. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und wird für 2027 erwartet.
Asien gewinnt an Bedeutung
Mit dem Kauf setzt die Allianz ihre Expansion in Asien konsequent fort. Bereits Ende Juli hatte der Versicherer die Übernahme des Versicherungsgeschäfts der HSBC in Singapur angekündigt. Die jüngsten Transaktionen zeigen, dass der Konzern in der Region sowohl sein Versicherungsgeschäft als auch seine Vermögensverwaltung gezielt ausbauen will. (cf/Bloomberg)




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