Die Allianz will ihren Mitarbeitern auch nach der Pandemie flexibles Arbeiten ermöglichen. Im sogenannten "New Work Model" soll umgesetzt werden, was der Konzern im Corona-Jahr 2020 gelernt hat, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). "Die Allianz ist in der Krise stärker geworden. Das wollen wir uns zunutze machen und unseren Mitarbeitern künftig ein Umfeld bieten, das ihnen mehr Flexibilität garantiert", sagt Renate Wagner, Personalchefin bei der Versicherung. Dabei sei es ausdrücklich kein Ziel, eine starre Homeoffice-Quote festzulegen oder ein Sparziel aus künftig nicht mehr benötigter Bürofläche zu erreichen.

Derzeit arbeiten laut Wagner 90 Prozent der Allianz-Mitarbeiter in Deutschland von zuhause aus, weltweit sind es 80 Prozent. Vor der Pandemie hatte jeder zweite Mitarbeiter das mobile Arbeiten jeweils an einem Tag in der Woche genutzt, jetzt sind es neun von zehn Beschäftigten, und das an jedem Wochentag. Das New Work Projekt der Allianz sei das Resultat aus einer Umfrage unter 7.000 Mitarbeitern auf der ganzen Welt im April und Mai, Diskussionen mit Geschäftsführern verschiedener Allianz-Gesellschaften und einer Marktumfrage unter Kollegen und Wettbewerbern. Wie bei anderen großen Themen, etwa Frauenförderung oder Diversität, will man hier Vorreiter sein.

Gemeinschaft geht vor
Immer wieder hätten die Mitarbeiter dabei den Wunsch geäußert, auch nach der Corona-Pandemie möglichst flexibel arbeiten zu können. "Dieser kulturelle Wandel bedeutet mehr Verantwortung für die Mitarbeiter, gleichzeitig müssen Führungskräfte auch loslassen", sagt Wagner gegenüber der FAZ. "Dem virtuellen Arbeiten sind jedoch dort Grenzen gesetzt, wo soziale Kontakte nötig sind: Zusammenhalt entsteht nicht im Homeoffice." (fp)