Die Hamburger Sutor Bank erweitert ihr Portfolio im Bereich Investment-as-a-Service (IaaS) um eine White-Label-Lösung für das von der Bundesregierung geplante Altersvorsorgedepot. Wie das Institut mitteilt, soll damit die technische und administrative Infrastruktur bereitgestellt werden, die Finanzvertriebe und Fintech-Unternehmen zum Marktstart des neuen Vorsorgeprodukts benötigen.

Mit der Einführung des Altersvorsorgedepots zum 1. Januar 2027 möchte der Gesetzgeber ein neues Instrument der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge schaffen. Um die komplexen Anforderungen an die Verwaltung dieser Depots zu erfüllen, möchte die Sutor Bank potenziellen Partnern eine modulare Abwicklungslösung anbieten. Diese soll alle notwendigen Dienstleistungen von der Produktzertifizierung über das automatisierte Zulagenmanagement bis hin zur steuerlich korrekten Behandlung der Erträge umfassen.

Flexible Produktgestaltung
Die technische Anbindung wird über eine IaaS-Infrastruktur erfolgen, die mittels Programmierschnittstellen (APIs) eine nahtlose Integration in die digitalen Frontends der Partner ermöglichen soll. Die Ausgestaltung des Produkts sei flexibel, verspricht die Bank. So könnten das zur Verfügung stehende Anlageuniversum sowie die individuellen Preismodelle in Abstimmung mit den jeweiligen Partnern definiert werden. 

Dies erlaube sowohl Fintechs als auch traditionellen Finanzdienstleistern, das Altersvorsorgedepot auf ihre jeweilige Zielgruppe und Vergütungsmodelle zuzuschneiden. Wie die Sutor Bank erklärt, können Partner das Produkt auf diese Weise unter eigenem Namen anbieten, ohne die regulatorischen und technischen Hürden einer eigenen Zertifizierung und Administration bewältigen zu müssen.

Erfahrung mit Riester und Rürup
Die Sutor Bank verweist darauf, mit der Verwaltung staatlich geförderter Altersvorsorgeprodukte bereits Erfahrungen gesammelt zu haben. Zusammen mit Partnern hat das Institut sowohl Riester- als auch Rürup-Produkte entwickelt und nach eigenen Angaben über 50.000 Kundenverträge geschlossen. Die Partner kamen sowohl aus dem Bereich der klassischen Strukturvertriebe als auch aus dem Fintech-Segment. (am)