Der Asset Manager Amundi strotz vor Selbstvertrauen und kann es mit jedem Konkurrenten in Europa aufnehmen. Das sagt Amundi-Chef Yves Perrier im Gespräch mit dem "Handelsblatt". Das Unternehmen sei nicht nur in puncto Größe und finanzieller Effizienz mindestens auf Augenhöhe mit namhaften Haerausforderern. "Für uns sprechen auch unsere weitreichende Kompetenz sowie unsere geographische Präsenz", sagt der Amundi-Chef. Gleichzeitig betont er, vor allem der europäische Markt biete reichlich Potenzial und sei daher groß genug, dass alle Asset Manager insgesamt wachsen können, ohne sich gegenseitig das Feld streitig zu machen.

Im Interview lobt der Amundi-Chef auch die gute Börsenperformance des eigenen Unternehmen  seit dem IPO im Jahr 2015. "Unser Kurs ist in den letzten beiden Jahren um 45 Prozent gestiegen, weil wir alle Versprechen übertroffen haben, die wir 2015 gegeben haben: Nettomittelzuflüsse, Nettoerlöse, Cost-Income-Ratio und Dividendenausschüttung sind besser als angekündigt", sagt Perrier. Beim Börsengang habe Amundi seinen Aktionären eine Ausschüttung von 60 Prozent in Aussicht gestellt. Bekommen hätten sie seither jedes Jahr 65 Prozent. "Alles in allem haben Aktionäre, die seit dem Börsengang dabei sind, einen Ertrag von fast 60 Prozent erzielt", sagt Perrier.

Weiteres Wachstum erwartet
Deutschland gilt bei Europas größtem Asset Manager Amundi als einer der klaren Kernmärkte. "Deutschland ist der europäische Wachstumsmarkt für Amundi", sagte Evi C. Vogl, die Deutschlandchefin des französischen Fondsriesen, jüngst im Interview mit FONDS professionell. Zu Jahresbeginn lagen die Assets, die Amundi und Pioneer für Kunden aus Deutschland managen, bei rund 36 Milliarden Euro. Über den Sommer kamen weitere vier Milliarden Euro dazu. Der Asset Manager geht davon aus, das verwaltete Vermögen in den kommenden drei Jahren um 50 Prozent steigern zu können. (fp)