Das Geschäft mit börsengehandelten Fonds (ETFs) boomt. Immer mehr Anbieter springen auf den Trend auf und bringen selbst solche Vehikel auf den Markt. In der Folge sind Mitarbeiter mit Erfahrung im ETF-Segment heiß begehrt. Das treibt das Gehaltsniveau in die Höhe. Dies zeigt eine Studie der Strategie- und Personalberatungsgesellschaft Blackwater ETF, über die der Branchendienst "ETF Stream" berichtet. Was bei den jeweiligen Positionen herausspringt, lesen Sie in der Galerie oben!

Demnach konnten sich ETF-Profis in Europa 2025 im Schnitt über ein Gehaltsplus von 16,5 Prozent freuen – auf Dollar-Basis gerechnet. In den USA sprang sogar ein Zuwachs von 19,5 Prozent heraus. Weitaus moderater fiel dagegen der Anstieg in der Asien-Pazifik-Region mit lediglich 2,6 Prozent aus. Blackwater ETF mit Hauptsitz in London befragte rund 500 Profis aus der ETF-Branche nach ihrer Gehaltsentwicklung sowie zu anderen Berufsthemen.

Trotz Gehaltsplus unzufrieden
Trotz des deutlichen Gehaltsanstiegs zeigt sich allerdings fast die Hälfte der Befragten unzufrieden mit ihrer Entlohnung. 49 Prozent sehen sich als zu schlecht bezahlt für ihre Aufgaben. Lediglich 32 Prozent meinen, ihre Lohntüte entspreche dem Marktniveau. Fast 20 Prozent zeigten sich unsicher, wo ihre Bezüge im Branchenvergleich rangieren. Zwischen dem gemessenen Gehaltsanstieg und dem empfundenen Lohnniveau klafft offenbar eine Lücke.

Die Analysten von Blackwater ETF hegen auch einen Verdacht, wo die Unzufriedenheit herrührt: Insbesondere bei den jüngeren Mitarbeitern auf Einstiegsniveau habe sich Unmut breitgemacht, beobachten die Experten. Diese bekommen eine erhebliche Arbeitsbelastung und zahlreiche Aufgaben aufgebrummt, ohne dass sich diese Bürde unmittelbar im Gehalt oder in Beförderungen widerspiegelt.

Bessere Konditionen und Aufstiegschancen
Eingeschränkte Karriereaussichten und ein als zu niedrig empfundenes Gehalt würden die Wechselbereitschaft erhöhen, mahnen die Analysten von Blackwater ETF. Dementsprechend sollten Arbeitgeber hier Vorsicht walten lassen, wollen sie fähige Köpfe nicht verlieren. Immerhin stehen angesichts des ETF-Booms die Chancen sehr gut, bei einem anderen ETF-Anbieter unterzukommen – der mit besseren Konditionen und Aufstiegschancen aufwartet. (ert)