Die Nettomittelabflüsse beim Fondshaus Janus Henderson haben 2019 zugenommen. Anleger zogen unter dem Strich 27,4 Milliarden Dollar aus den Portfolios des Hauses ab, heißt es in einer Mitteilung. Im Jahr 2018 hatten sich das Minus auf "lediglich" 18,1 Milliarden Dollar belaufen. Das verwaltete Vermögen kletterte über 2019 hinweg dennoch um 14 Prozent auf 374,8 Milliarden Dollar. Grund war die positive Wertentwicklung vieler Fonds.

"2019 war von starken Abflüssen geprägt", räumt Vorstandschef Dick Weil der Mitteilung zufolge ein. "Zugleich verzeichneten wir jedoch eine starke Investment-Performance, ein Anspringen unseres Retail-Geschäfts rund um die Welt und Fortschritte beim Erreichen unserer strategischen Ziele". Vor allem institutionelle Kunden hatten im vergangenen Jahr Mittel von Janus Henderson abgezogen. Zudem floss vor allem aus dem Bereich quantitative Aktien Geld ab.

Getrübtes Ergebnis
Auch die Ergebniskennzahlen waren – auf adjustierter Basis – von einem Rückgang geprägt. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 1,75 Milliarden und das operative Ergebnis um 14 Prozent auf 726 Millionen Dollar zurück. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 478 Millionen Dollar stehen – 13 Prozent weniger als 2018.

Die Fondsgesellschaft war im Jahr 2017 aus der Fusion des britischen Anbieters Henderson mit der US-Gesellschaft Janus entstanden. Der Schritt sollte Kosten sparen und Ressourcen freisetzen, um im schärferen Assset-Management-Wettbewerb bestehen zu können. Janus-Chef Weil hatte das vereinte Unternehmen zunächst zusammen mit Henderson-Lenker Andrew Formica gesteuert, 2018 aber alleine das Ruder übernommen. Formica rückte Anfang 2019 an die Spitze des britischen Asset Managers Jupiter.(ert)