Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) verzeichnet beachtliche Zuwächse im Geschäft mit Investmentfonds und in der Vermögensverwaltung. "Das Wertpapiergeschäft mit unseren Kunden war (…) sehr lebhaft", heißt es im Bericht zum ersten Halbjahr 2017, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die "intensive Beratung unserer Kunden" sowie die "Investitionen in den Vertrieb" hätten sich ausgezahlt, so die Düsseldorfer Bank. Diese Investitionen sind offensichtlich noch nicht abgeschlossen: Das Institut sucht derzeit gleich mehrere Private-Banking-Berater (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Der Schwerpunkt im Privatkundengeschäft habe im ersten Halbjahr unverändert bei Produkten gelegen, "die eine risikoreduzierte Partizipation am Aktienmarkt beziehungsweise ein aktives Management des Portfolios" bieten. Davon hätten insbesondere Mischfonds profitiert. Das Volumen der Privatanlegerdepots erhöhte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres von 7,2 auf 7,6 Milliarden Euro.

400 neue Kunden in der Vermögensverwaltung
Die Zahl der Kunden in der Vermögensverwaltung stieg im gleichen Zeitraum um rund 400 auf etwa 5.400, das betreute Volumen von 2,7 auf 2,9 Milliarden Euro. "Sowohl die klassische Vermögensverwaltung als auch unsere vermögensverwaltenden Fonds entwickelten sich dynamisch", heißt es im Halbjahresbericht der Bank, die sich auf Kunden aus der Gesundheitsbranche spezialisiert hat.

Auf Wachstumskurs befindet sich auch das Verwahrstellengeschäft. Ende Juni verwahrte die Apobank das Vermögen von 165 Fonds, sieben mehr als zum Jahreswechsel. Das Verwahrstellenvolumen stieg im gleichen Zeitraum von 14,5 auf 15,4 Milliarden Euro. Das Fondsgeschäft spielt bei der Apobank auch an anderer Stelle eine Rolle: Das Institut hält 70 Prozent der Anteile an der Apo Asset Management, die im vergangenen Geschäftsjahr 2,5 Millionen Euro Gewinn abwarf.

Jahresüberschuss und Dividende sollen stabil bleiben
Insgesamt berichtet das genossenschaftliche Institut von einem stabilen Geschäft. Der Jahresüberschuss lag bei 30,9 Millionen Euro und damit leicht über dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2016 (30,4 Millionen Euro). Die Zahl der Kunden stieg um 2,6 Prozent auf 426.700, die der Mitglieder um 0,6 Prozent auf 110.284. Für das Gesamtjahr erwartet die Bank insgesamt einen stabilen Jahresüberschuss. Die Dividende soll konstant bleiben. (bm)