Apple und Goldman Sachs wollen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge gemeinsam eine Kreditkarte anbieten. Diese soll das "Apple Pay"-Logo tragen und Anfang 2019 in den USA erhältlich sein. Die Kooperation würde die seit 2005 bestehende Zusammenarbeit mit der britischen Großbank Barclays ablösen, so die Zeitung. Beide Unternehmen haben sich dazu nicht geäußert. 

Das Journal erläutert weiter, dass die Gesellschaften mit der Kooperation Schwächen in ihrem jeweiligen Hauptgeschäft ausgleichen möchten: Goldman Sachs ist stark in Investmentbanking und der Betreuung vermögender Kunden. Hier läuft es aber nicht mehr so rund wie früher, sodass die Bank verstärkt ins Privatkundengeschäft einsteigt. Aus diesem Grund hat Goldman Sachs unlängst das Fintech Clarity Money gekauft, dessen App Anlegern in den USA helfen soll, ihre privaten Finanzen zu optimieren. Diese wiederum wird in die Plattform "Marcus" integriert,  mit der die Bank schon seit Ende 2016 in das Kreditgeschäft mit Normalverdienern drängt (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Apple wiederum sucht Wege, um die rückläufigen Verkäufe seiner iPhones auszugleichen. Daher erschließe der Konzern neue Geschäftsfelder wie mobiles Bezahlen oder Musik-Streaming. Dem "Wallstreet Journal" zufolge könnte Goldman Sachs Apple-Kunden durch Kredite bei der Finanzierung von iPhones und anderen Produkten helfen und so den Absatz ankurbeln. (jb)