Europas Asset Manager haben 2020 das verwaltete Vermögen um fünf Prozent auf 25,2 Billionen Euro gesteigert. Dies zeigt eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Demnach gelang es den westeuropäischen Fondsanbietern, trotz der Schwankungen an den Kapitalmärkten aufgrund der Covid-19-Pandemie unterm Strich neues Geld bei Anlegern einzusammeln. Das Nettomittelaufkommen der Branche bezifferte sich auf 750 Milliarden Euro.

Insbesondere Retail-Sparer und vermögende Privatkunden griffen beherzt zu Fonds. Das Nettomittelaufkommen bezifferte sich hier 2020 auf 270 Milliarden Euro, 2019 waren es nur 190 Milliarden gewesen. Der Großteil der Zuflüsse entfiel aber nach wie vor auf institutionelle Investoren, die auch den überwiegenden Teil des verwalteten Vermögens halten.

Kurskapriolen kaschieren Kostenanstieg
Die Experten der Unternehmensberatung bemerken aber auch Warnsignale für die Branche. So sei zwar das Aufwands-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) im Vergleich zum Vorjahr recht stabil bei einem Wert von 59 Prozent verharrt. Grund dafür seien allerdings die gestiegenen Einnahmen, die auf die Höhenflüge an den Börsen zurückzuführen seien.

Auf der anderen Seite seien die Kosten das elfte Jahr in Folge gestiegen. Dies zeige, wie abhängig die Profitabilität der Asset-Management-Industrie von steigenden Kursen geworden sei. Den Anbietern gelinge es nicht mehr vollständig, Skaleneffekte durch ein höheres, verwaltetes Vermögen in höhere Gewinne umzumünzen. (ert)