"Auch quantitative Ansätze sind natürlich kein Orakel"
Auf die Unterscheidung in Kategorien wie transparente, semitransparente und intransparente ETFs lässt sich Manuela von Ditfurth von Invesco im Interview gar nicht erst ein. Und macht für die aktiven börsengehandelten Fonds ihres Unternehmens gleich eine vierte auf: "megatransparent".
Bei Invesco in Frankfurt verantwortet Manuela von Ditfurth nicht nur die quantitativ gemanagten Aktienstrategien, sie ist auch eine treibende Kraft hinter den aktiven ETFs des Hauses. Ihr Spielfeld sind Multi‑Faktor‑Modelle, Tracking‑Error‑Bandbreiten und Indexabweichungen. Gleichzeitig hat sie sich in den vergangenen Jahren einen Namen als Expertin für nachhaltiges Investieren gemacht, als Portfoliomanagerin, die ESG‑Aspekte systematisch in Aktien‑ und ETF‑Strategien integriert.
Im Gespräch für die aktuelle Magazinausgabe von FONDS professionell erklärt Ditfurth, warum aktive ETFs für sie mehr sind als ein Modethema, wo sie die Grenzen klassischer Indexreplikation sieht. Und weshalb die Kombination aus aktiver Hülle und systematischem Ansatz für viele Anleger der nächste logische Schritt nach dem reinen Buy‑and‑Hold‑ETF ist.
Vielseitig
Auf die Frage, ob der aktive ETF aus ihrer Sicht bestimmte Fondssegmente über kurz oder lang verdrängen wird, gibt sich die Investmentexpertin sibyllinisch. In einigen Segmenten werde es zu einer solchen Verdrängung kommen, in anderen eher zu einer Ergänzung. Dort, wo es um breit gestreute, systematisch gemanagte Aktienstrategien gehe, sei die ETF‑Hülle aus Kosten‑ und Umsetzungsgründen oft im Vorteil. In sehr speziellen Nischenstrategien oder illiquiden Märkten bleibe die klassische Fondshülle hingegen sinnvoll. Wichtig sei, dass Häuser wie Invesco beides anbieten und sauber erklären, wofür welches Vehikel sinnvoll ist, statt sich ideologisch auf eine Form festzulegen. (hh)
Einige ausgewählte Zitate aus dem Interview mit Manuela von Ditfurth haben wir in der Bilderstrecke oben für Sie zusammengetragen – einfach durchklicken. Das vollständige Gespräch findet sich in Ausgabe 1/2026 von FONDS professionell ab Seite 150. Angemeldete Nutzer können den Beitrag auch hier im E-Magazin lesen.




Vortrag am FONDS professionell KONGRESS











