Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2019 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. 49.105 neue Verträge seien abgeschlossen worden, mehr als doppelt so viele wie im ersten Halbjahr 2018. Das Plus resultiere vor allem aus dem Krankenzusatzversicherungsgeschäft: Satte 46.214 neue Policen seien hier vermittelt worden, eine Steigerung um 110,2 Prozent.

Ferner hätten Tierversicherungen, die durch Werbeclips auf den Sendern der ProSieben-Sat1-Familie vermarktet wurden, zu dem guten Ergebnis beigetragen. Innerhalb von sechs Wochen nach dem Vertriebsstart seien schon über 1.000 Policen mit einem Prämienvolumen rund 492.000 Euro abgeschlossen worden, die sich aber noch auf Hunde beschränken. Policen für Katzen sollen ab Oktober folgen.

Stark gestiegene Vertriebskosten
Dieses stark gewachsene Neugeschäft ist für den börsennotierten Digitalversicherer nach eigenen Angaben aber mit einem deutlichen Anstieg der Vertriebskosten einhergegangen, die sich um 260,4 Prozent auf 15,6 Millionen Euro erhöhten. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen betrug daher minus 3,6 Millionen Euro nach 0,16 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018.

"Die Neugeschäftszahlen sprechen für sich. Unsere Vertriebs- und Marketingmaßnahmen greifen und wir sind auf dem richtigen Weg unsere gesteckten Ziele zu erreichen. Das enorme Marktpotenzial für digitale Tierversicherungen haben wir rechtzeitig erkannt und uns in diesem Markt als klarer Vorreiter positioniert", so Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender und Gründer der DFV. 

Wegen der oben genannten Produkte sei das gesamte neu generierte Prämienvolumen überproportional um 150,3 Prozent auf 16,4 Millionen Euro gestiegen. Damit konnte die DFV den Gesamtversicherungsbestand zu Ende des ersten Halbjahres um 6,6 Prozent auf rund 485.000 Verträge erhöhen. Die Bestandsbeiträge erhöhten sich zum 30. Juni um 13,4 Millionen Euro oder 17,7 Prozent auf 89,0 Millionen Euro. (jb)