Versicherungsmakler vermitteln nicht mehr oft klassische Lebensversicherungen mit einer Garantierendite. Stärkerr kapitalmarktorientiertere Produkte wie indexgebundene Rentenversicherungen und Fondspolicen haben ihnen den Rang abgelaufen, wie eine aktuelle Online-Umfrage des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) unter 189 Vermittlern ergab.

Demnach vermittelt mehr als die Hälfte aller Makler sogar überhaupt keine klassischen Produkte mehr. Etwa zwei Drittel geben an, Kunden zu Indexpolicen zu raten. Am häufigsten werden fondsgebundene Tarife angeboten, wobei Garantien innerhalb dieser Produktgattung immer noch eine wesentliche Rolle spielen. Der Grund liegt auf der Hand: Für Klassik-Policen gilt ein Garantiezins von mickrigen 0,9 Prozent, die laufende Verzinsung für Neuverträge in der klassischen privaten Rentenversicherung liegt bei 2,46 Prozent (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Diese Policen vermitteln Makler am häufigsten

Quelle: IVFP

Neben der Altersvorsorge spielt die Absicherung der Arbeitskraft eine wichtige Rolle bei Beratern. Die Umfrageteilnehmer schätzen das Absatzpotenzial in diesem Versicherungszweig hinter der Altersvorsorge am größten ein.

Diese Versicherungsgruppen mögen Vermittler

Quelle: IVFP

Hierbei beurteilen die befragten Makler Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) als besonders am lukrativ. Erwerbsunfähigkeitsversicherungen (EU) hingegen scheinen weiterhin kaum eine Alternative hierzu zu sein. Sowohl bei der Einschätzung des Absatzpotenzials als auch bei der Vermittlungshäufigkeit liegt die EU-Versicherung auf dem letzten Platz. Vielmehr sind Grundfähigkeiten- oder Schwere-Krankheiten-Versicherungen eine Option für die Absicherung der Arbeitskraft, wenn eine BU-Versicherung etwa zu teuer ist. (jb)