Die Stadtsparkasse Bad Sachsa, mit einer Bilanzsumme von 130 Millionen Euro die kleinste ihrer Art Deutschlands, will es nochmal wissen. Nach einem gescheiterten ersten Fusionsversuch mit drei anderen benachbarten Instituten will sie Anfang 2020 mit der Sparkasse Osterode zusammengehen, wie der Landkreis Göttingen mitteilt. Er gehört gemeinsam mit der Stadt Osterode, der Stadt Bad Lauterberg im Harz und der Stadt Bad Sachsa zu den Trägern der beteiligten Institute.

Der neue Fusionsvorschlag soll noch im Mai in den Verwaltungsräten der beiden Sparkassen vorgestellt werden. Die abschließende Entscheidung fällen die Räte beziehungsweise die Mitglieder der Kreistage in ihren jeweiligen Sitzungen im Juni und Anfang Juli. Der finanzielle Vorteil einer Fusion wird mittelfristig auf 1,2 Millionen Euro pro Jahr beziffert, langfristig wird mit Einsparungen und Mehrerträgen im Volumen von drei Millionen Euro jährlich gerechnet.

Hohe Kosten aus Digitalisierung und Regulierung verbunden mit niedrigen Zinsen setzen vielen Sparkassen zu – Fusionen sind die Folge. Anfang 2019 gab es mit 385 Sparkassen etwa 200 Institute weniger als 1999, zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Helaba. (mb/Bloomberg)