Die Finanzaufsicht Bafin hat Ende Dezember 2021 angeordnet, dass die Hamburger Privatbank M.M.Warburg sowie die M.M.Warburg & CO Finanzholdinggruppe ihre Eigenmittel erhöhen müssen. Dies teilt die Behörde auf ihrer Webseite mit. 

Das Institut habe zuvor gegen die Anforderungen an die Einhaltung der Großkreditobergrenze gemäß Artikel 395 der Kapitaladäquanzverordnung (Capital Requirements Regulation, kurz: CRR) verstoßen, ist dort zu lesen. Auch einen Verstoß gegen die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation im Sinne von Paragraf 25a, Absatz 1 und Absatz 3 des Kreditwesengesetzes (KWG) hatte die Bafin festgestellt. "Der Bescheid ist bestandskräftig", schreibt die Aufsicht.

Doppelte Berücksichtigung von Krediten
M.M.Warburg nimmt die Sache gelassen. "Infolge von im zweiten Halbjahr 2021 neu gebildeten Gruppen verbundener Unternehmen (Kunden) sind einmal vergebene Kredite für die Prüfung der Großkreditobergrenze bei zwei Kunden, also doppelt, zu berücksichtigen", teilt das Institut auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit.  

Die dadurch eingetretene Überschreitung der Großkreditobergrenze habe M.M.Warburg der Bafin unverzüglich nach Feststellung selbst mitgeteilt, erklärt ein Sprecher. "Die Bank und die Gruppe erfüllen die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Eigenmittel, welche die im Dezember 2021 von der Bafin zusätzlich angeordneten Eigenmittelanforderungen beinhalten", heißt es in der schriftlichen Antwort. (am)