"Ballistische Raketen": Jamie Dimon warnt vor KI-Modell Mythos
JP-Morgan-Chef Jamie Dimon warnt vor den Risiken des KI-Modells Mythos von Anthropic. Das System sei so leistungsfähig, dass die US-Regierung sich inzwischen mit den möglichen Gefahren befasse.
Jamie Dimon hält die Risiken des KI-Modells Mythos von Anthropic für ein "echtes Problem", mit dem sich die US-Regierung inzwischen befasse. "Im Grunde gibt man Einzelpersonen mit Mythos ballistische Raketen", sagte der Chef der US-Großbank JP Morgan am Mittwoch (15.7.) beim "Pennsylvania Defense and Innovation Summit". Er warnte vor den Gefahren, ein derart leistungsfähiges System einem breiten Nutzerkreis zugänglich zu machen.
Anthropic hält Modell unter Verschluss
Die rasanten Fortschritte bei KI-Modellen in den vergangenen Monaten veranlassen sowohl Unternehmen als auch die Regierung dazu, mögliche Bedrohungen zu bewerten. Zusätzliche Dringlichkeit erhielt das Thema, nachdem Anthropic mitgeteilt hatte, sein Modell Mythos sei so gut darin, Software-Sicherheitslücken zu finden, dass es nicht für die breite Öffentlichkeit freigegeben werden könne.
JP Morgan gehört zu einer Gruppe von Unternehmen, die seit April Zugang zu Mythos haben. Sie nutzen das Modell, um ihre eigenen Schutzmaßnahmen zu testen und Informationen mit Anbietern und anderen Unternehmen auszutauschen. Dimon sagte im folgenden Monat, seine Bank habe Hunderte Beschäftigte, die in Vollzeit an der Stärkung ihrer Systeme arbeiten.
Billionen-Investments in nationale Sicherheit
Der langjährige Chef der Bank hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zur nationalen Sicherheit geäußert. In seinem jährlichen Brief an die Aktionäre im April schrieb er, die USA müssten "stärker werden", um ihre militärische und wirtschaftliche Macht zu bewahren.
JP Morgan kündigte im vergangenen Jahr an, in den kommenden zehn Jahren 1,5 Billionen US-Dollar in Branchen zu lenken, die die wirtschaftliche Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der USA stärken. Das sind 50 Prozent mehr, als das Unternehmen andernfalls investiert hätte. (mb/Bloomberg)




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