Deutschlands Großbanken haben in den vergangenen Wochen insgesamt über 20.000 ihrer Beschäftigten gegen das Coronavirus geimpft. Das zeigt eine Umfrage des "Handelsblatts" unter 13 Finanzinstituten. Um diese Durchdringung zu erreichen, hatten viele der Geldhäuser eigene Impfstraßen aufgebaut und auch den Angehörigen ihrer Mitarbeiter die Vakzine angeboten. Die Deka Bank gab gegenüber dem "Handelsblatt" an, bereits ein Viertel der Belegschaft geimpft zu haben. Insgesamt erreichte ihr Angebot rund 1.500 Personen. Auch bei der Aareal Bank in Wiesbaden nutzte etwa jeder vierte Beschäftigte das innerbetriebliche Angebot.

Spitzenreiter in absoluten Zahlen ist die Deutsche Bank: Sie hat seit Anfang Juni 2021 rund 8.000 Mitarbeiter geimpft und damit etwa jeden fünften Angestellten. Die größte Geschäftsbank Deutschlands betreibt insgesamt zwölf Impfstraßen und hat diese seit Kurzem ebenfalls für Familienangehörige sowie externe Mitarbeiter geöffnet. Die höchste Quote in Relation zur Mitarbeiterzahl konnte die staatliche Förderbank KfW verbuchen. Sie hat nach eigenen Angaben etwa 3.500 Menschen respektive 53 Prozent ihrer Belegeschaft geimpft. Ein Grund für den relativ hohen Impfanteil der KfW dürfte sein, dass ihre Mitarbeiter als Teil der kritischen Infrastruktur schon vor dem offiziellen Impfstart im Juni eine Erstdosis erhalten haben, mutmaßt das "Handelsblatt".

Nachfrage geht zurück
Langsam beginnen sich die Impfstraßen nun zu leeren. Laut KfW sei die Nachfrage nach Terminen seit Anfang Juli merklich zurückgegangen. Das habe auch damit zu tun, dass ab diesem Zeitpunkt mehr Impfangebote außerhalb der Bank zur Verfügung standen, erklärte ein KfW-Sprecher gegenüber der Tageszeitung. Auch die Commerzbank gibt an, dass die Nachfrage unter ihren Beschäftigten "mehr und mehr gedeckt” sei. Lediglich bei der Helaba scheint das Impfinteresse noch hoch zu sein: "Aktuell sind alle angebotenen Impftermine mit Erst- und Zweitimpfungen nahezu vollständig ausgebucht", so das Institut. (fp)