Das Berliner Fintech Weltsparen hat hundert Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt. Zu den Geldgebern gehören überwiegend Bestandsinvestoren wie Index Ventures, Ribbit Capital und Thrive Capital. Auch der Zahlungsabwickler Paypal ist bei der neuen Finanzierungsrunde wieder mit von der Partie, berichtet der Branchendienst Finanzszene.de. Der Geschäftsführer und Mitgründer der digitalen Sparprodukte-Vermittlung, Tamaz Georgadze, will die Finanzspritze für die internationale Expansion sowie weitere strategische Übernahmen nutzen und darüber hinaus die Investmentproduktsparte ausbauen.

Noch mehr Kapital als Weltsparen, das im Ausland unter dem Namen Raisin firmiert, hat zuletzt nur die Smartphone-Bank N26 eingesammelt. Sie warb vor einem Monat 260 Millionen Euro ein. N26 wird nun mit mehr als 2,3 Milliarden Euro bewertet und ist damit in die Liga der Einhörner aufgestiegen – jener Start-ups also, die mehr als eine Milliarde Euro wert sind. Zur Bewertung von Weltsparen machte Georgadze laut "Handelsblatt" keine Angaben. Diese Information sei erst relevant, wenn ein Börsengang anstehe. Davon sei das Unternehmen noch weit entfernt.

Europäisches Zins-Erlebnis
Weltsparen ist vor fünf Jahren an den Start gegangen. Die Idee dahinter: Die Plattform bringt Zinssucher und ausländische Banken zusammen, denn nicht immer bieten heimische Institute die besten Konditionen. Oft gibt es im Ausland höhere Zinsen. Inzwischen hat Weltsparen alias Raisin nach eigenen Angaben mehr als 160.000 Kunden in 31 europäischen Ländern, die das Unternehmen an 62 Partnerbanken vermitteln kann. Seit seinem Start hat das Portal rund zehn Milliarden Euro Anlegergeld an Banken aus ganz Europa vermittelt. (fp)