Die Bawag Group hat einen Rekord-Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 604 Millionen Euro bekannt gegeben. Das entspricht einem Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus dem Bericht zu den vorläufigen Ergebnissen des Jahres 2019 hervorgeht. Der Nettogewinn beträgt 459 Millionen Euro (plus fünf Prozent). Der Pro-Forma-Gewinn je Aktie wird mit 5,22 Euro (plus 19 Prozent) angegeben.

Freuen können sich darüber alle Aktionäre: Der Hauptversammlung wird eine Dividendenausschüttung in Höhe von 2,61 Euro je Aktie (plus 20 Prozent) vorgeschlagen. Hinter dem Erfolg stehen laut den Angaben vor allem höhere operative Erträge und diszipliniertes Kostenmanagement.

Trennung von Post ist "Meilenstein"
Hervorgehoben wird in einer Aussendung, dass 2019 auch die komplette Trennung von der Post stattgefunden hat. "Mit der vollständigen Trennung von der Österreichischen Post haben wir einen wichtigen Meilenstein in unserer Transformation des österreichischen Retail-Geschäfts erreicht", heißt es.

In den derzeit 88 eigenen Filialen könne man den Kunden "ein wirklich differenziertes, qualitativ hochwertiges Kundenerlebnis" sowie hochwertige und fundierte Beratung bieten. In den vergangenen zwei Jahren seien dafür rund 200 neue Berater eingestellt worden. Derzeit kommt man auf rund 870 Leute am Schalter.

88 statt 100 Geschäftsstellen
Mit den 88 eigenen Filialen bleibt die Bawag hinter ihren den Plänen aus dem Vorjahr allerdings zurück. Im Geschäftsbericht 2018 hieß es noch, dass 2019 im Rahmen des Transformationsprogramms "Concept 21" ein durchschnittlich "richtig dimensioniertes Filialnetz mit bis zu 100 Filialen" umgesetzt werden soll.

Neben neuen Filialen seien 2019 auch Partnerschaften mit dem Einzelhandel am Point-of-Sale eingeführt worden. Gleichzeitig habe man die Datenanalyse verbessert und die Möglichkeiten der Kreditvergabe über die Plattformen ausgebaut. "Wir haben die einmalige Gelegenheit, unsere österreichweite Go-to-Market-Strategie neu zu definieren", so David O'Leary, Vorstandsmitglied der Bawag Group und verantwortlich für Retail & SME in Österreich. (eml)